Schultze mit tz

Jetzt rast die Adventszeit

Jetzt haben wir schon den zweiten Advent

Und da möchte ich Ihnen einmal über etwas gerade Erlebtes zum Nachdenken schreiben.

Immer wieder hören wir im Bekannten- und auch Kundenkreis: „Wir schenken uns nichts zu Weihnachten, wir sind schließlich alt genug“. Als ob schenken eine Sache des Alters ist. Sicherlich muss man nicht jeden Hype mitmachen. Riesengeschenke, wie schon wieder ein größerer Fernseher, wo doch die Programme nicht besser werden, oder das nächste Handy, das leider immer noch nicht bügeln kann, müssen nicht sein. Aber sind es nicht gerade die kleinen Gesten, die besonders Freude machen? Da lob ich mir doch die Kundin, die wir gerade hatten und die sagte:

„Mein Mann kauft sich eigentlich alles selber, was er braucht und auch Vieles, was er nicht braucht. Nur egal ob Alltag, Garten oder Sonntag, er hat immer das gleiche Sweatshirt an. Ich kann es nicht waschen, weil er es kaum auszieht. Jetzt werde ich ihm ein zweites schenken. Aber eigentlich schenke ich es auch ein bisschen mir, denn ich mag mit ihm so nicht losgehen“.

Wir haben dazu nichts gesagt. Denn zwei Tage vorher war der Ehemann da und hatte sich selbst ein neues Sweatshirt gekauft und zwar mit den Worten:

Meine Frau und ich schenken uns eigentlich nichts. Aber jetzt bekommt Sie ein neues Sweatshirt für mich„. Sie können sich sicherlich denken, wie erstaunt wir ihn ansahen. Er ergänzte: „Sie schimpft immer, dass sie mit mir nicht mehr losgehen kann, weil ich so abgerissen aussehe. Jetzt will ich ein harmonisches Weihnachtsfest, und überhaupt, sie hat ja auch Recht.

Schön, wenn sich ein Paar nach Jahren immer noch so gut kennt, auch wenn jeder etwas anderes sagt. Sie verstehen, dass wir, als die Frau dann kam, ihr natürlich das Geschenk nicht ausreden konnten, dann hätten wir ihren Mann verraten. Wir haben also etwas vorgeschlagen, das ganz anders aussah, als das Sweatshirt, dass sich der Ehemann kurz vorher kaufte. Wir glauben, beide werden ein schönes Weihnachtsfest haben.

Wo wir gerade beim Schenken sind. Es gibt auch andere Kleinigkeiten, die man zwar gegenseitig, aber auch sich selbst schenkt. Zuletzt habe ich meine Frau überrascht, mit einem Wochenendausflug um den Reformationstag nach Leipzig/Dresden/Wittenberg (den Reisebericht Wittenberg haben Sie evt hier schon entdeckt) und ihr dabei eine besondere Freude gemacht. Wie das??

Immer in der Adventszeit wird im Fernsehen der Film „Drei Nüsse für Aschenbrödel“ wiederholt, in dem die Prinzessin ihren Schuh verliert und den Königssohn dennoch bekommt. Und das läuft nicht nur einmal, sondern auf jedem Sender. Ich kann den Text fast besser auswendig, als den der Sissi Filme an den Weihnachtstagen. 🙂

Was meinen Sie, wie begeistert meine Frau war, als wir dann das Schloss besichtigt haben, in dem die Außenaufnahmen des Märchens seinerzeit gedreht wurden. Das befindet sich nämlich in der Nähe Dresdens und heißt Moritzburg. Bilder dazu finden Sie hier, falls es auch Ihre Frau interessiert. Also daran denken: Kleine Geschenke halten die Beziehung jung.

Und wenn Sie jetzt meinen, sich selber auch einmal was schenken zu können, dann würden wir Ihnen gern dabei helfen. Bis Weihnachten ist ja noch ein bisschen Zeit.

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