Schultze mit tz

Wie war die Messe 2018/19?

Grobstrick von Pierre Cardin, ist so von uns gekauft.

Wie war der Wareneinkauf für Herbst/Winter 2018/2019??

Wir hatten ja zwei Wochen Betriebsferien und schrieben „Wir kaufen für Sie ein“. Klar, das war nur die halbe Wahrheit. Zum Einen haben wir auch eine Woche ausgespannt, um für den Wareneinkauf nach einem turbolenten Weihnachtsgeschäft wieder zu Kräften zu kommen. Zum Anderen waren wir aber wirklich bei unseren Herstellern und in den Showrooms in Düsseldorf und auf einer Regionalmesse in Oldenburg. Viele Kunden fragen immer, ob wir tatsächlich so früh einkaufen müssen? Ja, gerade in Übergrößen läuft 90 % der Ware nur, wenn man ein halbes Jahr vorher ordert. In der Saison ist wohl ein weißes Hemd, oder Standardpoloshirts, bzw. Sweatshirts nachzubekommen, aber etwas wirklich Besonderes und Schönes halt nicht.

Futureflex von Pierre Cardin.

Unsere Lieferanten haben so gegen den 20. Februar den Endtermin, an dem ich noch real ordern kann, ohne dass hinterher die Hälfte ausfällt. Ja, ist schon schwierig im Februar vorherzusagen, wie das Wetter, die Stimmung meiner Kunden, die Wirtschaftslage usw. usw. wird. Bisher haben wir in 20 Jahren keinen „wirklichen Bock“ drin gehabt, der uns hätte den Hals brechen können. Toi Toi Toi.

Ach ja, dieses Jahr haben wir 20-jähriges Jubiläum mit unserem Ladengeschäft in Osnabrück. Was ist die Zeit vergangen. Wir werden das feiern und Ihnen auch besondere Aktionen zukommen lassen, versprochen!

Hosen haben wir unserer Meinung nach eine Superkollektion zusammengestellt.

Nun zu den Bildern dieser Seite. Wir haben bei den Herstellern mal rundum ein paar Bilder gemacht, um Ihnen die Tendenz zu zeigen.

Schöne Artikel, trug aber etwas auf und wird wahrscheinlich in dieser Farbpalette nicht produziert, weil zwar schön, aber schwer zu verkaufen.

Nageln Sie uns nicht auf einzelne Teile fest, dass soll nur einen Trend zeigen, nicht alles geht in Übergrößen und nicht alles würden wir kaufen, wenn es ginge. Die knallgelbe Jacke hatten wir mal in anderer Ausführung als Sommerjacke. Ich liebte die Farbe, meine Kunden aber überhaupt nicht, das prägt dann. Aber allgemein:

Bei den Hemden ist der Druckbereich stärker geworden. Allerdings weiterhin tragbar und in dezenten Minimalmustern, keine Lebensgroßen Prints irgendeines Aliens. Ein wenig ist auch wieder Flanell dabei. Weil der Winter allerdings bis zur Kollektionsentscheidung der Lieferanten recht warm war, sind die Flanelle nicht übermäßig dick, sondern sogenannte Leichtflanelle. Bei den Jacken konnten wir auch wieder ein Mittel aus Jacke – Sweatshirt – Hoody bekommen.

Also etwas, das nicht so stark nach „anständiger“ Jacke aussieht, sondern sportlich daherkommt. Außer der Reihe konnten wir von Pierre Cardin eine Sweatweste ordern. Die geht auch mal unter dem Sakko, aber auch statt Sweatshirt. Bei den Hosen bleibt bei Pierre Cardin die Futureflex, vor der schon so viele unserer Kunden niederknieten. Aussage eines Kunden, was er daran so toll findet war: „Man denkt man hat keine Hose an“. Na ja, da bietet es sich an, morgens bevor man zur Arbeit geht, die Frau noch einmal auf das Outfit schauen zu lassen, damit nicht im Büro auffällt, dass man die Hose tatsächlich vergessen hat. 🙂

Ja, Bewegung war im Schauraum. Das heißt aber nicht, dass unser Kunde in jedem Teil joggen muss. – Aber aufgrund des bequemen Sitzes könnte.

Auch zwei Farben Cordhose waren wieder möglich. Der Cord ist dann nicht so grob, sondern eher Feincord. (Hier muss ich mich bei einem Kunden entschuldigen, der Cord als Vornamen hat. „Du bist mit grob natürlich nicht gemeint“:)

Cord wollten wir auch als Hemd bei Kitaro kaufen, wir hatten bereits 4 Farben ausgesucht, als der Computer des Vertreters passte und anzeigte, dass der Artikel am Abend vorher aus der Kollektion geflogen war, weil so wenige bisher den Artikel orderten.

So etwas hören wir sonst immer zum Zeitpunkt der Auslieferung, wenn wir nachfragen, warum ein Teil bisher nicht geliefert wurde: „Sie waren deutschland-, europa-, weltweit der Einzige, der den Artikel orderte“. Das soll wohl „Bauchpinseln“ kommt aber eher negativ rüber, denn dafür macht man sich sieben Monate vorher nicht die Mühe, alles sorgfältig auf einander abgestimmt auszuwählen.

Nun noch zu Sweatshirts. Nachdem wir eine Saison hatten, wo die Hersteller aus Modegründen (ich glaube eher aus Kostengründen) die wertigen Aufdrucke, aufwändige Stickereien und Batches mit der Begründung etwas zurückfuhren, der Kunde wolle das nicht mehr, ist es nun wieder ein starkes Thema. Man hat anscheinend gemerkt, dass ein schwarzes Sweatshirt ohne jeden Schnickschnack halt ein schwarzes Sweatshirt ist und nicht mehr. Also freuen Sie sich wieder auf Prints und Stickereien, die nicht schreien, aber dezent auffällig daherkommen.

Ich glaube ich werde zu lang. Den Rest besprechen wir dann besser bei uns im Ladengeschäft, bei einer Tasse Kaffee und ein paar Keksen, damit man den Kaffee nicht so trocken runterwürgen muss.

Bis dann

Frank Schultze

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.