Schultze mit tz

Rom

Rom im Sommer 2012, einer unserer schönsten Sommerurlaube

Gladiatoren unter sich

Wenn Sie unsere Rombeschreibung interessieren, sollten Sie sich ein wenig Zeit nehmen, für einen kurzen Abriss war uns die Stadt einfach zu schade. Wir haben in einer Woche Rom so viel gesehen, dass wir für eine Seite viel zu viele Bilder haben. Um diese Seite nicht zu groß werden zu lassen haben wir daher etwas großzügiger unterteilt und zuerst einmal Rom und den Vatikan getrennt beschrieben, obwohl das Eine ohne das Andere natürlich nichts ist. Also beachten Sie auch die Links, mit denen Sie dann zur jeweiligen anderen Seite „Hoppen“ können und natürlich auch wieder zurückkommen können.

Aber auch so, werden die Bilder zeigen, dass Rom in einer Woche eine solche Vielfalt an Eindrücken bildet, dass die Stadt kürzer nicht darstellbar ist. Sollte Ihnen unser Bericht zu lang sein, bitte ich das zu verzeihen, aber ich hätte es mir selbst nicht verzeihen können, die Hälfte wegzulassen, dazu war das Gesehene einfach zu eindringlich, auch wenn wir natürlich „Reststeinen“ auch immer sehr skeptisch gegenüberstehen, weil vielleicht mehr hineininterpretiert wird, als da tatsächlich ist. Doch nun fang ich einfach mal an:

Wenn Sie zentral zum Vatikan wohnen möchten, um Laufwege zu sparen, aber auch nah an den Sehenswürdigkeiten Roms, dann kann ich Ihnen das Visconti Palace wärmstens empfehlen. Das Visconti Palace Hotel liegt am rechten Ufer des Tibers, zwischen Piazza del Popolo, Piazza di Spagna, Piazza Navona und Vatikanstadt. Das Hotel stellt den idealen Ausgangsort für eine Urlaubsreise dar. Achten Sie einfach einmal auf Angebote, so konnten wir unser Zimmer auch recht günstig bekommen, obwohl das Hotel sehr gut ist. Wir waren in einer Woche da, in der wir 30-40 °C hatten. Da kam man total nass geschwitzt an, und viel vollkommen fertig in die Hoteltür. Kaum einen Meter drin, war man bereits auf Normal runtergekühlt. Die Klimaanlage war so genial kalt eingestellt, dass wir sofort wieder trocken waren. Eigentlich ungesund, aber anders hätten wir auch nicht ganz Rom in 6 Tagen sehen können. Kaum aus dem Zimmer, merkte man schon den mediterranen Touch Roms.

Piazza Cavour neben dem Palazzo Giustizia

Am Piazza Cavour befindet sich der Palazzo di Gustizia, bei Einheimischen auch unter dem Namen „Il Palazzaccio“ bekannt, was so viel heißt wie „der hässliche Palast“. Das konnte ich nicht so nachempfinden, allerdings liegt der Name vielleicht auch daran, dass es sich um den Justizpalast handelt, von dem unser Taxifahrer sagte: „Der Palazzo ist riesengroß, unsere Justiz ist sehr klein“.

Palazzo Giustizia der Justizpalast

 

 

Gebaut wurde er aufgrund des sumpfigen Geländes über 22 Jahre von 1888 bis 1910. Nahe dem Tiber und der Brücke Ponte Umberto I war eigentlich ein so kolossaler Bau kaum möglich, weshalb die Baukosten enorm groß waren. (Da ist wohl jede Nation und jedes Jahrhundert gleich, man sucht sich schwierigste Bedingungen aus und kann die Kosten nicht halten). So groß musste das Gebäude sein, weil man die verschiedenen Gerichtshöfe in einem Gebäude vereinen wollte. Nur 500 Meter weiter ist man an der Engelsburg.

Castel Sant‘ Angelo oder die Engelsburg

Der eigentliche Name ist Castel Sant‘ Angelo und wurde als Mausoleum für Kaiser Hadrian im Jahre 139 fertiggestellt. Der Stil geht auf die Etrusker zurück und ist sehr robust konstruiert. Den Namen Engelsburg erhielt sie erst im Jahr 590, als die Pest in Rom wütete. Papst Gregor ist über dem Mausoleum der Erzengel Michael erschienen und verkündigte das Ende der Seuche. Tatsächlich gingen die vorüber, woran heute die Statue des Engels an der Spitze des Gebäudes erinnert.

 

Der Namensgeber der Burg

Der eigentliche Marmorengel der von 1577-1753 dort thronte ist im Innenhof zu besichtigen. Die heutige Engelsstatue ist aus Bronze.

Passetto die Borgo – Der Geheimgang vom Vatikan zur Engelsburg

Seit dem 10 Jahrhundert ist die Burg im Besitz der Kirche. Sie war eine Zuflucht der Päpste vor Besetzern und Plünderern Roms. Papst Nikolaus III baute 1277 einen 800 m langen Korridor der den Vatikan mit der Engelsburg verbindet. Dieser Geheimgang, der Passetto die Borgo sieht von außen wie eine einfache Mauer aus. Aber er bot die Chance sich in kürzester Zeit in Sicherheit zu bringen. Das war zum Beispiel während der Plünderung Roms durch Kaiser Karl V. 1527 notwendig, als sich Papst Clemens VII. dort verschanzte. Beim Einzug Napoleons in Rom versteckte sich dann Papst Pius VII. dort.

Ehemaliges Getränkelager

Große Lager an Getreide, Öl, Wasser sicherten das Überleben. Heute kann man noch den Aufbewahrungsort für die Getränke besichtigen. Heute ist im Castel Sant‘ Angelo ein Museum, in dem man die Geschichte der Burg, die päpstlichen Gemächer, die Zellen der Gefangenen und einige Schätze sehen kann.

Kanonenkugeln, wer weiß, wann Sie einmal gebraucht werden

Für uns ergab sich die offizielle Führung nicht, weil immer gerade aus irgendeinem Grund geschlossen war. Als wir dann einen Abend vorbeikamen war ein nur mit Voranmeldung zu besuchendes Abendmahl.

Kurz vor einem Event

Allerdings waren die Absperrungen recht lax und das Personal etwas unaufmerksam, daher konnte ich  „einigen wichtigen Leuten“ nachgehen und kam so mit hinein, um ein paar sehr stimmungsvolle Bilder im Inneren,

Gang in der Engelsburg

aber auch vom Ausblick zu machen und das war dann besser, als jede Führung im Pulk vieler Touristen.

Veranstaltung in der Engelsburg

Nächtlicher Blick auf den Petersdom von der Engelsbrücke aus

Ein lauer Augustabend und dann so ein Ausblick auf den Petersdom, da bekommt man schon ein wenig Gänsehaut.

Engelsbrücke bei Nacht

Ansicht der Engelsbrücke bei Nacht

Um von der Engelsburg über den Tiber zum restlichen Rom zu kommen, braucht man eine Brücke und was bietet sich da namensmäßig an? Die Ponte Sant‘ Angelo – Die Engelsbrücke.

Sie wurde ebenfalls von Kaiser Hadrian gebaut. Der Grund war die Verbindung seines Mausoleums mit dem Marsfeld. Unter dem Namen Pons Aelius wurde sie 134 n. Chr. eingeweiht.

Der Tiber am frühen Morgen

Sie war eine der ersten und wichtigsten Brücken über den Tiber. Die Dekoration mit 10 Statuen wurde erst im 16. Jh. unter Papst Clemens VII vorgenommen. Gian Lorenzo Bernini, einer der besten Bildhauer, erschuf die 10 Engel, die noch heute zu sehen sind. Von der gegenüberliegenden Seite fährt auch ein Boot für die Touristen. Am Beginn der Brücke sind zwei Statuen der Apostel Paulus und Petrus aufgestellt.

Die Ponte Sant‘ Angelo verbindet die Innenstadt mit der Engelsburg

Eine besonders schöne Spiegelung

Im Jahr 1450 kam es auf der Brücke zu einer Massenpanik mit mindestens 172 Toten. Die Pilger kamen aus aller Welt nach Rom, um zu beichten und Ablass für ihre Sünden zu erhalten. Sie wollten vom Zentrum Roms auf dem Marsfeld über die Brücke, die aber zu schmal für diese Massen ist. Verkaufsstände, Panik einiger Tiere und immer mehr Menschen sorgten dafür, dass viele zerdrückt und zertrampelt wurden. Eine weitere unrühmliche Zeit für die Engelsbrücke war im 16. Jh. die Durchführung von Hinrichtungen, bei denen die Köpfe zur Abschreckung auf die Engelsbrücke gesteckt wurden.

Eine Nachbarbrücke ist die „Vittorio Emanuele II“. Die Brückengeländer sind mit Obelisken und Figurengruppen verziert, die den Sieg der Republik im Freiheitskampf symbolisieren.

Brücke Vittorio Emanuele III

Bei Niedrigwasser kann man von hier aus die Reste der „Ponte neroniano“ im Flussbett sehen. Nero ließ die antike Brücke um das Jahr 60 n. Chr. errichten, um schneller die Gärten seiner Mutter Agrippina im Gebiet zwischen Vatikan und der Engelsburg zu erreichen. Zerstört wurde die Brücke vermutlich im frühen 5. Jahrhundert während der Plünderungen durch die Goten.

Das Wichtigste bei der Hitze die wir hatten? Dauernd trinken und da waren die Italiener gut drauf eingestellt.

Wichtiger als alle Sehenswürdigkeiten waren die Getränkewagen, schließlich hatten wir bis zu 40°C

Überall standen Getränkewagen und das Tolle, man konnte nicht nur normal Wasser kaufen, sondern auch eine Flasche, die zu 75% gefroren war. da war zwar der Preis höher, aber so konnte man immer eine Flasche zum Trinken haben und eine andere zum Kühlen in der Hosentasche.

So hat man immer hin und her gewechselt und kam gut über den Tag.

Via de Conciliazione mit direktem Blick auf den Petersdom

Eigentlich würde sich jetzt der Vatikan als Thema anbieten, doch das ist so umfangreich, dass wir dem Kirchenstaat eine eigene Seite gewidmet haben. Wenn Sie neugierig darauf sind und Rom erst einmal verlassen wollen, dann wäre hier der Vatikanlink. Ansonsten machen wir erst einmal mit Rom weiter.

Fontana di Trevi

ist der berühmteste Brunnen in Rom. Legendär und bekannt aus Fellinis Film „La Dolce Vita“ in dem die bezaubernde Anita Eckberg und Marcello Mastroianni des Nachts ein Bad im Trevi Brunnen nehmen. Das barocke Bauwerk ist am Ende des Aquädukts Aqua Vergine, welches das antike Rom mit Wasser versorgt hat. Der Brunnen im Stadtteil Trevi ist nach dem Vorbild einer Bühne gebaut.

Fontana di Trevi

19 v. Chr. ließ Konsul Marcus Agrippa den Aquädukt anlegen, um die aufblühende Stadt Rom mit genügend Wasser zu versorgen. Die Leitung führt Wasser über eine Strecke von 26 Kilometer durch Italien in die Stadt. 1453 bekam die Wasserleitung einen neuen Endpunkt an einem Platz an dem drei Straßen aufeinandertrafen – „tre vie“
Papst Clemens XII suchte im 18. Jahrhundert mit einem Architekturwettbewerb nach einem geeigneten Mann, um den 1640 von Bernini erweiterten Brunnen am Ende der Wasserleitung prächtiger zu gestalten. Es entstand der Trevi Brunnen.Den Wettbewerb gewann, der bis dahin unbekannte Nicola Salvi, der den Brunnen penibel im Spätbarock über Jahrzehnte bauen ließ. Nach Salvis Tod 1751 vollende Giuseppe Pannini die Pläne. Der 20 Meter breite und 26 Meter hohe Brunnen wurde dann von 1732 bis 1762 gebaut.

Er wirkt wie eine Theaterbühne die in die Fassade des Palastes Palazzo Poli integriert wurde.

Neptun der römische Wassergott

Vor der Palastfassade thront der Meeresgott Neptun unter einem Triumphbogen hinter Meeresgestalten auf einer Felslandschaft, über die sich das Wasser in den Brunnen ergießt. Das Thema des beeindruckenden Motivs sind die Naturgewalten, die das Werk der Menschen bedrohen.

Nach einer Legende bringt es Glück Münzen über die rechte Schulter in den Trevi Brunnen zu werfen. Wenn man eine einzige Münze wirft, wird man nach Rom zurückkehren. Wirft man zwei Münzen, dann wird man sich in einen Italiener oder eine Italienerin verlieben. Wirft man am Ende noch eine dritte Münze, so wir man seien Liebsten oder seine Liebste heiraten.

Die vielen Münzen, die im Brunnen landen, werden von den Angestellten der Stadt Rom regelmäßig aus dem Becken gefischt. Die Einnahmen sollen je nach Quelle zwischen ca 200000,- Euro und 1 Million Euro (In kleinen Münzen, versteht sich).im Jahr betragen, die angeblich der Caritas gespendet werden.

Sind Sie interessiert was dazu die Süddeutsche Zeitung bereits 26.7.2012 schrieb, dann hier klicken. Oder was sie am 23. April 2012 zum Diebstahl am Brunnen schrieb? Dann ein kleiner Abstecher.

Trevibrunnen in Rom

Egal wie warm es ist, sobald jemand sich mit der Hand des Wassers nähert, ertönen sofort Trillerpfeifen und man wird von den Polizisten, die rund um die Uhr in der Nähe des Brunnens stehen, ermahnt. Keine Chance sich zu erfrischen.

Durch klimatische Veränderung in den letzten Jahren traten am Brunnen immer mehr Schäden auf, so dass sich im Juni 2012 sogar einzelne Teile aus der Brunnenanlage lösten. Man hatte Angst um die Standfestigkeit der Statuen. Deshalb finden seit Juni 2014 Restaurationsarbeiten statt, die von einer italienischen Modegruppe (Fendi) mit 2 Millionen unterstützt werden und noch bis Ende 2015 dauern sollen. Auch hier wieder ein Bericht der Süddeutschen Zeitung, diesmal vom 1.2.2013.

Wie wichtig die Münzen der Touristen im Brunnen sind, sieht man daran, dass bereits vor Beginn der Restaurierung die Zeitungen folgende Meldung hatten:

„Touristen werden auf Stegen über das leere Becken gehen und weiterhin Münzen in den Brunnen werfen können.“

Noch ein Tipp: In Rom sind sehr viele Menschen  wie Legionäre angezogen. Wir dachten, die sind bei der Stadt angestellt, um ein bisschen Kundenpflege zu betreiben.

Schöne Erinnerung, die tauschten sogar Helm gegen Hut

Daher wollte ich sie fotografieren. Das war auch kein Problem, sie winkten uns ran und waren auch gern bereit zu spaßigen Fotos. Mittendrin sagten Sie dann etwas von 10 Euro, das war es uns auch wert. Beim Bezahlen sprachen Sie dann von 10 Euro pro Person. Schon ein wenig Überrumpelungstaktik. Aber nun gut, wann kann man sich schon mal mit so gut angezogenen Männern fotografieren lassen. Ave – Schultze mit tz

Wenn Ihnen das zu teuer ist, dann lassen Sie die Legionäre links liegen. Uns hat es Spaß gemacht, sieht man sicherlich auch.

San Andrea delle Fratte

Es lohnt sich, die Barockkirche anzusehen, sicherlich von außen nicht gerade die schönste Kirche, doch von innen hat sie uns sehr gut gefallen.

Ein wunderschöner farbenprächtiger Himmel

Altar

Sie ist eine der mittelalterlichen Kirchen Roms und liegt etwa 250 Meter von der „Spanischen Treppe“ entfernt. Sant’Andrea delle Fratte wurde zwar bereits im 12. Jahrhundert erwähnt, dennoch war die wesentliche Fertigstellung, dessen was wir heute sehen im 17. Jahrhundert, die Fassade zum Platz Via di Sant’Andrea delle Fratte sogar erst 1826. Weil sie bei der Erbauung am Rande des bebauten Gebietes war, erhielt sie den Namenszusatz delle fratte, was soviel wie „die Büsche, bzw. unwegsames Gebiet“ heißt.

Im Inneren treffen wir auf Gian Lorenzo Bernini, oder vielmehr zwei seiner Engel. Die waren eigentlich für die Engelsbrücke bestimmt, flankieren aber nun hier den Altar.

Der Engel von Bernnini hält die Dornenkrone

Angeblich fand sie Papst Clemens IX. zu schön, um sie dem Wetter auszusetzen. Doch wahrscheinlicher ist, dass er sie sich unter den Nagel reißen und in seine Heimatstadt Pistoia abtransportieren lassen wollte. Er starb vorher und so blieben sie im Palazzo Rospigliosi hängen und kamen schließlich in diese Kirche. Kopien von Paolo Naldini stehen auf der Brücke.

In der dritten Seitenkapelle links wird eine wundertätige Madonna (Madonna del Miracolo) verehrt.

Die Madonna del Miracolo wird hier verehrt.

An einem Pfeiler am linken Seitenausgang erinnern zwei Grabtafeln an ein prominentes Ehepaar. Das obere Epitaph mit Portrait ist dem Maler Antonio Zucci gewidmet. Doch eigentlich war er nur der Manager seiner viel bedeutenderen Frau Angelika Kauffmann, deren schlichte Grabplatte darunter hängt. Der lateinische Text besagt, dass sie würdig gewesen wäre im Pantheon bestattet zu werden, doch wollte sie bei ihrem Ehemann bleiben. Sie war auch gut mit Goethe bekannt, aber wenn es Sie interessiert, lesen Sie eine gute Beschreibung zu Angelica Kaufmann auf diesem Link

Die Grabinschriften wurden sogar von ihr selbst verfasst, sie war sich ihrer Prominenz und Wichtigkeit also schon bewusst. Nicht fehlen dürfen natürlich die obligatorischen Kerzen, die wir in jeder Kirche anzünden um die besten Wünsche für alle die wir kennen anzubringen.

Gute Wünsche und Gottes Segen für alle die wir kennen.

Ein schönes Bildnis mit Maria und Jesus

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Säule der unbefleckten Empfängnis

Wir kommen der Spanischen Treppe immer näher. Unmittelbar davor befindet sich diese Säule.

Bronzefigur: die Muttergottes auf einer Erdkugel stehend, unter ihren Füßen die Schlange.

… an der Basis der Säule vier Gestalten des Alten Testaments: Mose, David, Jesaja und Ezechiel

1857 wird die Säule aufgestellt. Sie ist 12 Meter hoch und stammt vom Marsfeld, wo sie 1778 aufgefunden wurde. Die Madonnenstatue ist ein Werk von Giuseppe Obici. Am 8. Dezember, dem Feiertag der Unbefleckten Empfängnis, begibt sich der Papst seit 1953 hierher, um ihr nach Übergabe eines Blumengebindes im Gebet zu huldigen. Die katholische Kirche gewährt demjenigen Gläubigen Teilablass, der an einer öffentlich abgehaltenen Gebetsnovene zur Vorbereitung auf dieses Fest teilnimmt.

Piazza di Spagna

Hier ist immer etwas los.

Die spanische Treppe hat ihren Namen, weil am Fuße der Treppe die spanische Botschaft ist und daher der Platz so heißt. Der eigentliche Name ist Scalinata die Trinità dei Monti.

Schön anzusehen, die antiken Römer

Zwischen der Kirche Santa Trinità und der Piazza die Spagna befand sich zu Zeiten von Papst Innozens XIII im mittlerweile gut bebauten Stadtgebiet ein wild bewachsener Hang. Der Papst verfügte, dass eine Treppe gebaut werden sollte.

Neben den Interessen des Papstes war es auch das Interesse des französischen Königs. Denn Ludwig XII hatte den Bau der Kirche auf dem Berg finanziert.

Blick von oben

Mit der Treppe sollte ein feierlicher Aufstieg zur Kirche möglich werden. Die Inschrift: OPUS AUTEM VARIO RERUM INTERVENTU, also „dem Dazwischenkommen verschiedener Dinge“, das weist auf den Konflikt zwischen Papst und französischem König hin, der die Treppe zum französischen Denkmal machen wollte. Der Sonnenkönig Ludwig XIV wollte die Treppe mit einem Reiterstandbild von sich abschließen, was dem Papst sehr missfiel.

Der Vatikan konnte sich durchsetzen, die Treppe wurde im italienischen Stil gebaut. Noch heute weisen Symbole auf den Streit hin.

Heute ist die Treppe einer der beliebtesten Treffpunkte von Touristen und Einwohner Roms.

Der Treffpunkt in Rom

Allerdings dürfen weder Touristen, noch Römer auf den Stufen sitzen und essen, das glauben Sie nicht, dann schauen sie einmal hier, was der Focus in 2012 schrieb.

Auf der Plattform oberhalb der Spanischen Treppe sieht man erst einmal den 14 Meter hohen Sallustiano-Obelisken. Er wurde nach ägyptischem Vorbild vom Architekten Giovanni Antinori geschaffen und von Papst Pius VI. 1789 vor der Kirche aufgestellt.

Dahinter befindet sich dann die Kirche Trinita dei Monti. Das heißt soviel wie „Heilige Dreifaltigkeit vom Berge.“

Trinita dei Monti

Die Arbeiten, die vom französischen König Charles VIII finanziert wurden, begannen 1495. Allerdings baute man damals ziemlich lange, denn die Kirche und das Kloster waren erst 1585 fertig.

Altar in der Kirche Trinità dei Monti

 

Das Innere ist in gotischem Stil und wurden dann im 17. und 18. Jahrhundert mehrmals fast zerstört und wieder aufgebaut. In den Seitenkapellen befinden sich Fresken aus dem 16. und 17. Jahrhundert.

In unmittelbarer Nähe der Spanischen Treppe ist das „Caffe Greco“, in dem schon Buffalo Bill Gast gewesen ist. Weil meine Frau sowieso nicht mehr laufen konnten, mussten wir da natürlich hin.

Das Cafe sah schon Edel aus.

Das Cafe ist sehr schön, und die Kellner bedienen mit Smoking. Was wir nicht wussten, den kauft man gleich mit. Es lag nur eine Getränkekarte aus, wo Cappuccino für 8 € und Coca Cola 0,2 für 9 €  angeboten wurden. Weil wir unserem Geld nicht so fürchterlich böse sind, sagte meine Frau, dass sie keine Cola für 9 € trinkt. Na, wir bestellten also einen Eiskaffee für meine Frau, und 3 Kugeln Eis für mich. Schließlich ist das beides typisch italienisch und konnte nicht die Welt kosten.

Caffe Greco

Wir hätten doch besser aus der Getränkekarte wählen sollen. So bezahlten wir für die beiden Sachen jeweils 15 €. Man geht ja auch nicht in ein Lokal in der Nähe einer Sehenswürdigkeit.

Das war noch vor der Rechnung.

Damit war aber auch der Vormittag so ziemlich vorbei. Am Nachmittag wollten wir einmal in die, dem Vatikan entgegengesetzte Richtung, also nach Norden gehen. Wie gesagt, unser Hotel war so zentral gelegen, dass fußläufig alles zu erreichen war. Auf dem Weg über den Tiber waren auch so manche interessante Hausboote zu sehen.

Hausboot mit Garten auf dem Tiber

Piazza del Popolo

Das ist übersetzt ein „Volksplatz“ mitten in Rom. dem der klassizistische Architekt Giuseppe Valadier das heutige Aussehen gab. Der elliptische Platz wurde mit Brunnen und Statuen versehen und es wurden Aufgänge zum Pincio-Hügel geschaffen, wodurch eine der schönsten Spazierstrecken entstand.

Er war lange Zeit das Erste, was Besucher aus dem Norden von Rom sahen. Durch die Porta del Popolo (Das Tor des Volkes) betrat man die gleichnamige Plaza. Gerne wird der Platz auch „Dreizack“ genannt, denn von Norden aus gesehen verzweigt der Platz in drei lange gerade Straßen. Heute beeindruckt der Platz durch die Symmetrie der beiden Kirchen Santa Maria dei Miracoli und Santa Maria in Montesanto. (Letztere war leider wegen Renovierung vollständig geschlossen).

Hier sieht man gut die zwei Kirchen direkt nebeneinander. Heute, wo man eine Kirche nicht voll bekommt, undenkbar, so einen Aufwand zu betreiben.

Wer genug in der Reisekasse hat, kann sich im berühmten Caffee Rosati auf der Terrasse niederlassen- schreibt der Reiseführer. Da wir schon vom Caffe Greco vorbelastet waren, haben wir darauf verzichtet.

Caffe Rosati neben Piazza del Popolo

In der Mitte des Platzes thront der 24m hoch Obelisk „Flaminio“, den Augustus im Jahr 10 v. Chr. nach Rom bringen ließ und um den im 19. Jh. der symmetrische Brunnen mit vier Wasser spendenden Löwinnen gebaut wurde. Sein Alter wird auf über 3300 Jahre geschätzt und ist aus der Zeit des Ramses II (ca. 1200 v. Chr.).

Obelisk „Flaminio“

Der Obelisk wurde zunächst auf dem Circus Maximus (Sie wissen, da wo Ben Hur sein Wagenrennen hatte) aufgestellt. Der Sockel hat eine der Sonne gewidmete Inschrift des Pharao.

Bevor man den Weg nehmen kann auf den Pincio-Hügel trifft man auf einen sehr exklusiven und wahrhaft riesigen Brunnen, den Brunnen der Göttin Roma. Hier werden die Flussgötter des Tiber und des Aniene (ein Nebenfluss des Tiber) zusammen mit der Göttin Roma dargestellt.

Dazwischen, zu Füßen der Göttin, sieht man die Wölfin mit den beiden Zwillingen Remus und Romulus, den späteren Gründern Roms.

Der Brunnen der Göttin Roma

Oberhalb des Brunnens sieht man die Terrasse des Pincio, von dem man einen herrlichen Ausblick über die Stadt genießen kann.

Ausblick von der Piazziale Napoleon I aus

Der Platz dort oben heißt Piazziale Napoleon I, ein Platz der dann im weiteren Verlauf zur Villa Borghese führt. Die Villa beherbergt die berühmtesten Kunstwerke des barocken Roms.

 

Weiter oben erwähnte ich schon die Porta del Popolo, das Tor,

Porta del Popolo

durch das über Jahrhunderte nicht nur Kaufleute, Künstler und Staatsmänner Rom betraten, sondern auch Martin Luther, der  1511 dann direkt an der Piazza del Popolo sein Quartier im Augustinerkloster neben der Kirche Santa Maria del Popolo hatte

Rechts und links vom Tor befinden sich kleine Arkaden. Außerdem kann hier noch ein Stück der alten Stadtmauer besichtigt werden.

Auf den Spitzen sind Vögel, die wie Geier aussehen. Also zuerst dachte ich, es handelte sich um Reste eines Finanzamtes.

Was sind das bloß für Vögel?

Santa Maria dei Miracoli

Wie schon beschrieben stehen sich auf einer Seite der Piazza zwei fast identische Kirchen gegenüber. Die Linke der beiden Zwillingskirchen heißt Maria in Monte Santo, gebaut wurde sie im 17. Jahrhundert von Carlo Rainaldi.

Glockenturm der Santa Maria dei Miracoli

Rechts steht die Santa Maria dei Miracoli. Beim Bau der Kirchen hatte der Baumeister das Problem, dass der linke Bauplatz wesentlich kleiner war, als der rechte. Damit die Zwillingskirchen nicht allzu ungleich wirken, bekam die linke Kirche eine elliptische Kuppel und die rechte eine runde. Nachdem nun eine der beiden Kirchen wegen Bauarbeiten geschlossen war, haben wir uns die andere angesehen.

Santa Maria dei Miracoli ist eine römisch-katholische Kirche. Sie wurde genau wie ihre Zwillingsschwester zwischen 1662 und 1679 errichtet..Architekten waren Carlo Rainaldi, Carlo Fontana und Gian Lorenzo Bernini.

Altar mit Heiligenfigur

Möglicherweise kam von Papst Alexander VII. die Anregung zum Bau. Sie trug auf jeden Fall zur Ausgestaltung des wichtigen Platzes am nördlichen Eingang der Stadt bei. Von der Innenausstattung sind die seitlich im Chorraum befindlichen Grabmonumente des Kardinals bzw. des Grafen Gastaldi erwähnenswert. Die Kardinalsfamilie hatte zu den einflussreichsten Förderern des Baus gehört.

Wesentlich schöner aber war die dritte Kirche am Platz, die sich neben dem Stadttor im Norden befindet.

Santa Maria del Popolo

Sie ist zwar von außen sehr unscheinbar. Aber viele der wichtigen Werke von Caravaggio können hier besichtigt werden.

Piazza Popolo und Santa Maria del Popolo

Die Kirche wurde 1227 von den Spenden römischer Bürger in Eigeninitiative gebaut, weil die Alte zu klein wurde. Im 17. Jahrhundert restaurierte Bernini das Gotteshaus im barocken Stil. Der Innenraum ist mit vielen bedeutenden Kunstwerken namhafter Meister ausgestattet. Es gibt mehrere prachtvoll ausgestattete Kapellen. Martin Luther lebte während seines Romaufenthalts im angeschlossenen Kloster.

Einer Sage zu folge ist die Entstehungsgeschichte folgende: „Der Hochaltar steht an der Stelle, an der sich vor dem Bau der Kirche ein Nussbaum befand. In diesem hausten die bösen Geister, die das Grab des Kaisers Nero. das sich unter diesem Baum befand, bewachten und diejenigen belästigten, die die antike Porta Flaminia passieren wollten.“ Papst Paschalis II.(1099–1118) hörte davon und ließ in fasten und beten. Am dritten Tag hatte er eine Marienerscheinung, die ihn aufforderte den Nussbaum zu fällen und dort eine Kirche zu erbauen. Dadurch wurde der Ort von den Dämonen befreit.

Hochaltar Santa Maria del Popolo

Der ursprüngliche Hochaltar, ein Meisterwerk des Andrea Bregno wurde 1627 auf Veranlassung des Kardinals Antonio Maria Sauli abgetragen; die Ädikula befindet sich heute in der Sakristei und einige Seitenteile in der Taufkapelle. Der neue Altar ist erheblich größer als der ursprüngliche und verstellt den Blick auf Chor und Apsis. Vier große Säulen aus schwarzem Marmor tragen ein Tympanon mit zwei Engeln aus Stuck. Das Gnadenbild der Madonna del Popolo mit dem segnenden Christuskind, wird dem hl. Lukas zugeschrieben, stammt aber vermutlich von einem Meister aus San Saba und ist aus dem 13. Jhd.

Grab von Maria
Flaminia Odescalchi
Chigi

 

 

 

In Santa Maria del Popolo befinden sich zahlreiche Grabmale, ein besonders auffallendes ist das von Paolo Posi (1708 – 1776) geschaffene für Maria Flaminia Odescalchi Chigi. Sie war mit Sigismondo Chigi verheiratet und starb 1771 mit 20 Jahren bei der Geburt ihres dritten Kindes. Da das pompöse Grabmal stilistisch und platzmäßig nicht in die Chigi-Kapelle passte, wurde es in einer Nische neben der Kapelle aufgestellt. Am Fuß des Grabmals klettert ein Odescalchi-Löwe auf einen Chigi-Felsen neben einer bronzenen Chigi-Eiche.

 

Wie kann man einen Tag in Rom am Besten ausklingen lassen?

Mit einer Bootsfahrt auf dem Tiber

Am, der Engelsburg gegenüberliegenden Ufer, konnte man 2012 noch mit einem Ausflugsboot losfahren und dann ein ganzes Stück bis zur Tiberinsel fahren, was wir am Abend machten.

gerade las ich, die Touristentouren auf dem Tiber werden seit 2013 nicht mehr angeboten, u.a. weil die Anlegestellen durch Hochwasser massiv beschädigt wurden und kein Geld für die Reinigung der Fahrrinne und des Ufers mehr vorhanden ist. Immer mal wieder schreiben Touristen im Internet, über eine Touristenagentur mit Schiff gefahren zu sein. Offiziell finde ich zu regelmäßigen Personenschiffsverkehr im Linienverkehr aber nichts. Sollten Sie das für Ihren Urlaub mal vorhaben, müssten Sie aktuell im Internet recherchieren. Für uns war es ein schönes Erlebnis, vor allem auch, weil der Tiber nicht überfüllt von Schiffsverkehr ist und man viel sieht.

Die Geschichte Roms ist eng verbunden mit dem Tiber, dem drittlängsten Fluss Italiens. So wurden – nach der Legende – Romulus und Remus nach ihrer Geburt auf dem Tiber ausgesetzt und von einer Wölfin gefunden, die die beiden säugte.

1a. Engelsburg

Auch die Schlacht an der Milvischen Brücke ereignete sich am Tiber. Hier schlug 312 Konstantinus der Große unter dem Zeichen des Kreuzes seinen Rivalen Maxentius.

1b. Engelsburg von hinten

Der Tiber, in den sich einst auch die berühmte Cloaka Maxima ergoss, entspring im Apennin und mündet bei Rom in das Tyrrhenische Meer. Im Verlaufe der Geschichte verursachte er diverse Überschwemmungen, die schwerste im Jahre 1870. Die Brücke Ponte Umberto liegt an der dem Tiberufer folgenden Allee „Lungotevere Tor die Nona“ und wurde vom italienischen König Umberto und dessen Frau Margarete von Savoyen im Jahr 1895 eingeweiht.

2. Ponte Umberto

 

3a. Palazzo di Giustizia

Von hier hat man einen tollen Blick auf den von Guglielmo Calderini entworfenen und im Jahre 1910 vollendeten Justizpalast „Palazzo della Giustizia“ mit der mächtigen Bronzequadriga.

3b. Bronzequadriga auf dem Palazzo di Giustizia

Die Ponte Cavour ist eine Bogen- und Straßenbrücke, erbaut von 1896 bis 1901.Sie hat fünf Mauerbögen abgedeckt mit Travertin ist 20 Meter breit und 110 Meter lang. Und verbindet die Gegend um die Piazza Cavour (wo wir auch wohnten) und das Marsfeld (Campus Martius). Das war ein mehr als 250 Hektar großer Bereich des alten Roms.  Er war dem römischen Kriegsgott Mars gewidmet und wurde als Schaf- und Pferdeweide benutzt und für das Militär zu Übungszwecken. 

4. Ponte Cavour


9. rechts scheint jemand zu wohnen

Die Garibaldi-Brücke liegt flussaufwärts unmittelbar vor der Tiberinsel.

10. Ponte Garibaldi

 

 

 

So langsam nähern wir uns dem Stadtteil Travestere, der Tiberinsel wo wir dann das Schiff verlassen und zu Fuß wieder zurück laufen.

Die Ponte Cestio wiederum verbindet die Tiberinsel mit dem Stadtteil Travestere. Sie wurde zwischen 60 und 40 v. Chr. vermutlich von Lucius Sestus erbaut, vom Bruder der die Cestius Pyramide baute, auf die ich später noch komme, weil dort ein bemerkenswerter protestantischer Friedhof liegt.

13. Viele kleine Lokale am Rande des Tibers in Travestere

12. Ponte Cestio

14. Tiberinsel

 

 

 

 

 

 

Die Tiberinsel ist eine kleine Insel im Fluss Tiber. Ca. 270 m lang und bis zu 67 Meter breit. Von zentraler Bedeutung für die Stadt Rom, weil sie die Überquerung des Flusses erleichterte.

15. Tiberinsel mit Ponte Cestio

Die Insel wurde dadurch zu einem strategisch wichtigen Punkt, der mit für die Entstehung Roms verantwortlich war. Heute befinden sich auf der Insel eine Basilika und ein Ordenskrankenhaus.

16. Tiberinsel mit Ponte Fabricio

Die Anbindung ans Festland wird von zwei Brücken ermöglicht, die schon seit der Antike bestehen: Die Ponte Fabricio, die vom nordöstlichen Teil der Insel Richtung Marcellustheater am linken Tiberufer führt, und die Ponte Cestio, welche die Insel an Trastevere anbindet, einen Stadtteil am rechten Ufer.

Nun verlassen wir unser Schiff und gehen zu Fuß weiter.

17. Ende der Bootsfahrt

So ging eine schöner Tag zu Ende. Blieb nur noch der Rückweg durch die beleuchteten Gassen des Stadtteil Trastevere.

Trastevere

„Auf der anderen Seite des Tiber“ „regio transtiberina“- so wurde das Stadtviertel genannt, das sich außerhalb der römischen Stadtmauern befand. Hier siedelten sich früher die Arbeiter an, die vom Tiber lebten: Schiffsleute und Fischer sowie Immigranten und Juden.

Unter Kaiser Augustus wurde der Stadtteil Trastevere  als 14. Stadtbezirk zusammen mit dem Vatikanischen Hügel zu Rom eingemeindet und es entstanden römische Villen, wie die Villa der Clodia und die von Gajus Julius Cäsar.

Trastevere blieb auch im Mittelalter ein Arbeiterviertel mit vielen schmalen Gassen. Heute ist Trastevere ein lebendiger Stadtteil und zieht besonders abends wegen seiner vielen kleinen Restaurants Römer, wie auch Touristen an. Außerdem ist es bekannt für seine alten Wohnhäuser und die uralten Sakralbauten. Hier hatte das Feuer von 64 n. Chr. am stärksten gewütet.

Wir beschlossen daher auch am nächsten Tag unsere Besichtigung dort fortzusetzen.

Unser erster Besuch galt der

San Maria in Trastevere

Sie ist wahrscheinlich die älteste Marienkirche Roms und bildet mit dem davorliegenden Platz das Zentrum des Viertels. Zumindest war sie vielleicht die erste Kirche in Rom, in der eine öffentliche Messe abgehalten wurde.

San Maria in Trastevere

Vor dem dritten Jahrhundert fanden Messen oft heimlich in unterirdischen Katakomben statt,

Überlieferungen des 4. Jhd. besagen, dass dort wo heute der Altar der Kirche steht im Jahr 30 v. Chr. eine ölhaltige Quelle entsprang.

Die jüdischen Einwohner des Viertels wollten das, so wurde später behauptet, als Ankündigung des Messias sehen, obwohl es möglicherweise durch vulkanische Tätigkeit zu erklären ist.

Apsis mit den originalen Mosaiken von Cavallini aus dem 13. Jhd.. Sie zeigen in sechs Bildern das Marienleben: Mariä Geburt, Verkündigung Geburt Jesu, Anbetung der Weisen, Darbringung Jesu im Tempel und den Tod Mariens

Einer anderen Überlieferung nach soll das Öl sogar am Tag von Christi Geburt geflossen sein. Die Aufschrift „fons olei“ (lateinisch für Ölquelle), auf dem Boden in der Nähe des Altars, markiert heute diese Stelle.

Schon im 3. Jhd. soll es dann an dieser Stelle eine christliche Hauskirche gegeben haben. Es wird angenommen, dass die erste Kirche vor Ort im Jahre 220, auf Anordnung von Papst Kallixtus I., errichtet wurde.

Altar

Im 4. Jhd. wurde eine Basilika errichtet, die im 12. Jhd. von der heutigen Kirche ersetzt wurde. Der Original Basilika-Grundriss wurde dabei aber beibehalten. Viele der Materialien, die für den Wiederaufbau verwendet wurden, stammten aus den antiken Caracallathermen.

 

Man sieht also, auch damals wurde Material rücksichtslos „geklaut“, wozu ich auch später beim Kollosseum noch einmal komme. Aus dieser Zeit stammen auch der romanische Glockenturm und die Fassade mit den Mosaiken.

Das Apsis-Gewölbe über dem Altar stellt die Krönung der Maria dar. Sie wird gezeigt, wie sie auf einem Thron neben Christus sitzt. Heilige und Papst Innozenz II. umgeben sie, letzterer hält ein Modell der Kirche.

Unter ihnen befinden sich Lämmer und Szenen aus dem Leben der Maria, die im Jahre 1291 von Pietro Cavallini geschaffen wurden. Kardinal Bertoldos Stefanischi, der die finanziellen Mittel für die Fertigung dieses Mosaiks zur Verfügung gestellt hat, wird in einer Szene weiter unten dargestellt, wie er vor der Gestalt der Maria und den Aposteln Petrus und Paulus niederkniet. Vor der Kirche befindet sich der antike Brunnen, der von Bramante und Bernini nochmals verschönert wurde.

Als wir da waren, fand gerade eine Beerdigung statt.

Beerdigung in San Maria in Trastevere

In der Kirche gibt es mehr zu bewundern als nur Mosaike. Schaut man an die Decke, sieht man eine vergoldete und vollständig bemalte Holzdecke. Sie ist mit dem wunderschönen Gemälde „Himmelfahrt der Jungfrau“ verziert ist. Der Maler war im Jahre 1616 Domenichino.

Deckengemälde „Himmelfahrt der Jungfrau“

Vergoldete Kassettendecke

Auch die vergoldete hölzerne Kassettendecke des Hauptschiffs entstand 1617 nach einem Entwurf von Domenichino.

Vergrößerung der Himmelfahrt Marias in der Kassettendecke

 

 

 

 

Piazza Bocca delle Verite

Wir setzen unseren Weg zum Forum Romanum nun fort und kommen zuerst an einen Rundtempel, der häufig mit „Tempio di Vesta“ bezeichnet wird, eine namensgleicher ist im Forum Romanum.

Tempel des Hercules Victor

Gerade die Ähnlichkeit mit den Resten des Tempels der Vesta auf dem Forum Romanum verleitete dazu zu glauben, dass es sich um ein Heiligtum der Vesta handelte. Die Vesta war eine Göttin der altitalischen Religion, die Göttin des heiligen Feuers, die Göttin von Heim und Herd.

In Wirklichkeit handelt es sich um den Tempel des Hercules Victor, also des siegreichen Herkules. Inschriftfragmente auf dem Rest einer Statue nennt Hercules Olivarius. Eigentlich könnte er aber auch Rundtempel am Tiber heißen.

Das klingt jetzt abwertend, aber in Wirklichkeit ist dieser runde und rundum mit Säulen errichtete Bau der älteste in Rom erhaltene Bau, der zu großen Teilen aus Marmor gebaut wurde. Erbaut wurde er um 120 v. Chr.. Der Tempel hat einen Durchmesser von 14,8 Metern und wird von 19 über zehn Meter hohen Säulen umstanden. Eine fehlt, vielleicht wurde die auch woanders gebraucht. Das Originaldach ist nicht erhalten, die Wände und die Säulen sind aber aus der Erbauungszeit.

Tritonenbrunnen

Der Brunnen der Triton (Fontana dei Tritoni) befindet sich neben dem Rundtempel. Er wurde 1715 nach Plänen des Architekten Charles Francis Bizzaccheri zu Ehren Papst Clemens XI Albani (1700-1721) gebaut. das Becken hat die Form eines Sterns. In der Mitte einer Gruppe von Felsen knien zwei Tritonen Rücken an Rücken mit erhobenen Armen und umschlungenen Schwänzen. Auf den Schultern und Armen tragen sie eine Muschel, an der das päpstliche Wappen angebracht ist und aus deren Zentrum Wasser sprudelt.

Basilika San Maria in Cosmedin mit einem Glockenturm

Aber der Rundtempel und auch der Brunnen waren eigentlich nicht der Grund, warum wir zur Bocca delle Verite wollten, vielmehr steht dort eine romanische Basilika aus dem 6. Jahrhundert. Santa Maria in Cosmedin wurde im 6. Jahrhundert geweiht und erhielt im frühen 12. Jahrhundert einen Turm mit sechs Arkaden-Stockwerken. Aber auch sie war nicht der Grund, sondern eine Tritonenmaske, die „Bocca della Verita“ genannt wird und in der um 1200 erbauten Kirchenvorhalle steht.

Mund der Wahrheit, man muss sich nur trauen. Aber ich glaube, so sicher ist sich niemand dem was er in der Vergangenheit so erzählt hat.

Dieser Stein gilt als „Maske der Wahrheit“, und alle wollen ihre Hand in den geöffneten Mund stecken. Laut einer Legende soll das steinerne Gesicht einer alten Flussgottheit Schwindler und Lügner entlarven und ihnen gnadenlos die Hand abbeißen.

Die Schlange stehende Menge scheint jedenfalls an diese Legende zu glauben. Gleich ob Asiaten, Europäer oder Amerikaner, wir sehen niemanden, der seine Hand da wirklich reinsteckt alle belassen es mit einem Auflegen der Finger auf die steinernen Lippen, um ein Foto von sich und der Tritonenmaske zu haben. Soviel zur Wahrheit, die in Wirklichkeit keiner wissen will.

Wir konnten den „Mund der Wahrheit“ durch einen Rundbogen sehen und fotografieren. Uns war die Schlange aber entschieden zu lang, um nur für ein Foto stundenlang anzustehen.

Übrigens ist die Herkunft recht einfach zu erklären: Es handelt sich dabei um einen antiken Kanaldeckel der Cloaca Maxima aus dem 4. Jahrhundert v. Chr., der den Flussgott Triton zeigt. Also sozusagen eine altes Produkt des Recyclings. Die Cloaca Maxima ist der größte der antiken Abwasserkanäle, die unter dem ganzen Gebiet verlaufen.

„Janusbogen“ mit Wandnischen für Statuen

Ein Stück weiter ist auch der „Arco di Giano“, auch Bogen des Janus Quadrifons, bzw. Janusbogen genannt. Zunächst glaubten die Historiker, hier einen Tempel des Janus (römischer Gott des Anfang und des Endes, einer der ältesten Götter und ein rein römischer Gott, es gab keinen Kult außerhalb Roms) erkennen zu können. Obwohl sich diese Annahme inzwischen als falsch herausgestellt hat, blieb der Name dennoch erhalten.

In der Antike stand der Bogen, erbaut 340 n. Chr., wahrscheinlich auf einer belebten Kreuzung, oder war Überdachung für Händler.  Die vier Bogen des quadratischen Bauwerks öffnen sich demnach auch in die vier Richtungen, aus denen die Straßen hier zusammentrafen. An der Fassade befinden sich zahlreiche Nischen, auf jeder Seite 12 Stück, in denen Ehrenstatuen standen. Die Schlusssteine der vier Torbögen schmückte jeweils eine weibliche Gottheit, vermutlich Roma, Minerva, Juno und Ceres.

Sicher ist, dass der Bogen im 4. Jahrhundert aus Ziegelsteinen gemauert und mit Marmorplatte verkleidet wurde. Teile dieser Platten und die ursprünglich in den Nischen vorhandenen Statuen wurden später herausgebrochen und anderweitig verwendet. Wir kommen hier immer wieder auf dasselbe Thema, der Materialknappheit. Heute sind es Kupferdachrinnen, früher waren es Statuen und Marmorverkleidungen.

„Maria Trost Kirche“ direkt hinter dem Forum Romanum

Auf dem weiteren Weg kommt man vorbei an der San Maria della Consolazione, auf Deutsch hieße das „Maria Trost Kirche“. Sie war die Kirche des hier gelegenen Hospitals „Maria zur Tröstung“. Links daneben beginnt ein Anstieg von der Piazza Consolazione, auf den Capitol, einer der 7 Hügel, auf denen Rom erbaut ist, der zweitkleinste.

Ehemalige Gefängniszellen??

Dennoch reichte die Steigung aus, um uns ins Schwitzen kommen zu lassen. Auf dem Anstieg kamen wir an Löchern im Felsen vorbei, die vergittert waren. Hinter diesen Gittern waren wohl früher einmal Gefängniszellen. Auf jeden Fall sieht man in den Mauern immer wieder Luftschächte wie Schießscharten, die anscheinend nach innen führen.

Forum Romanum

Auf der Spitze des Hügels hat man dann einen tollen Überblick über das Forum Romanum. Hier ein erstes Bild.

Forum Romanum

Die anderen Bilder und Beschreibungen habe ich auf eine andere Seite gestellt, weil es hier zu umfangreich gewesen wäre. Also hier der Link zum Forum Romanum.

Früher war ein Bauwerk wohl ein Bauwerk. Wenn man Material brauchte, baute man es irgendwo ab und sei es mit Gewalt. Wenn man etwas anders haben muss, einfach einbauen, oder sogar einziehen. Da hat sich all die Jahre niemand Mühe gegeben, das Kolosseum als Denkmal zu sehen, das erhalten bleiben muss. Mit dem einfach einziehen, das glauben Sie nicht, sagen Sie nie nie. Das wollen Sie gleich wissen? Dann sehen Sie sich den Artikel aus www.spiegel.de von Angelika Franz vom 16.7.2014 an.

 

Auf dem Weg zum Kapitol sahen wir erst die Metallstatue einer Wölfin, die zwei Kinder säugt, direkt danach als Busch die gleiche Darstellung. Es handelte sich um Romulus und Remus. 

Romulus und Remus von der Wölfin gesäugt.

Sie waren nach der römischen Mythologie die Kinder des Kriegsgottes Mars und der Priesterin Rhea.

Sie wurden ausgesetzt und von einer Wölfin gerettet. Später, im Jahre 753 v. Chr. waren sie die Gründer der Stadt Rom an der Stelle, an der sie ausgesetzt wurden..

Unser Ziel an diesem Tage war nämlich der Kapitolsplatz, bzw. die Piazza del Campidoglio. Er ist seit der frühen Neuzeit bis heute der zentrale Platz auf dem Kapitol in Rom.

Auf dem Weg zum Capitolina

Im ersten Drittel des 16. Jahrhunderts erhielt Michelangelo von Papst Paul III. den Auftrag den Platz des Kapitolhügels in Rom neu zu gestalten. Im Jahre 1538 hatte man das bronzene Reiterstandbild des Kaisers Mark Aurel hierher gebracht und gedachte nun einen würdigen Rahmen dafür zu schaffen.

Flussstatue des Tibers Auf dem Capitolino

In der Antike befand sich an dieser Stelle eine Senke, die als Asylum bezeichnet wurde. Zugang zu dieser auf dem Kapitolhügel befindlichen Senke hatte man nur vom Forum Romanum aus. Im Spätmittelalter wurde die Senke aufgefüllt, um den Senatorenpalast eine dorthin gewandte Ausrichtung zu ermöglichen.

Flussstatue des Nils

Da der Anblick des Forums den damaligen Besitzern nicht mehr gefiel, verlegten sie kurzerhand von dort die Fassade weg auf die gegenüberliegende Seite.

Palazzo Nuovo auf dem Capitolino. Seit 1734 sind im Palazzo Nuovo und im Konservatorenpalast die Kapitolinischen Museen

Der Entwurf von Michelangelo für den Platz sah folgende Elemente vor:
– Eine große Rampe, die so genannte Cordonata, sollte den Zugang von Norden her ermöglichen.
– Die Gebäude (Senatorenpalast, Palazzo Nuovo, Konservatorenpalast) sollte trapezförmig zueinander stehen, damit der Platz optisch größer wirkte
– Die Statue des Mark Aurel sollte nach Norden in Richtung Vatikan ausgerichtet sein.
– Der Senatorenpalast sollte eine große Doppeltreppe erhalten, die die Symmetrie des Platzes unterstreichen sollte.
– Das Reiterstandbild sollte durch Linien auf dem Pflaster, die einen Stern, der in ein Oval gezwängt wurde, darstellen, optisch hervorgehoben werden.

Das einmalige Reiterstandbild zeigt den größten Philosophen unter den Kaisern, Mark Aurel. Das Glück dieser einzigartigen erhaltenen Reiterstatue war eine Verwechslung.

Reiterstandbild Marc Aurel

Im Mittelalter fielen die anderen 22 Reiterbildnisse der Metallgier zum Opfer. Diese Statue überlebte nur, weil man sie fälschlicherweise für ein Bildnis des ersten christlichen Kaisers Konstantin hielt. Aufgrund von Einflüssen der Umweltverschmutzung steht heute auf diesem Platz nur noch eine Kopie, das Original ist im Kapitolinischen Museum zu sehen.

Piazzo del Campidoglio mit Reiterstatue

 

 

 

Während die meisten von Michelangelos Ideen schon im 16., spätestens jedoch im Laufe des 17. Jahrhunderts umgesetzt wurden, hat man die optische Hervorhebung durch die besondere Art der Pflasterung erst im Jahre 1940 durchgeführt. Den Entwurf für die Treppe, die Cordonata, fertigte der Künstler 1544. Sie steigt sanft an, und ist eher rampenartig. Heute bildet sie den Hauptzugang zum Kapitol.

Bei einer Führung nannte die Leiterin auch den Grund, warum die Treppe so behutsam ansteigt und keine großartigen Stufen hat: Das soll daran liegen, dass die Senatoren zu der Zeit alle mit ihrem Pferd dort hochritten und das wäre auf einer Treppe kaum möglich gewesen. Die beiden riesigen Reiterplastiken oben auf der Treppe sind antik und stellen die beiden Rossbändiger Castor und Pollux da. Sie waren Götterbrüder und sollen einer Sage zufolge, kämpfenden Römern in einer aussichtslosen Schlacht geholfen haben. Sie sind aus Marmor und stammen aus der Antike, wurden aber erst im 16. Jahrhundert im Ghetto wiedergefunden.

Wenn man dann die Treppe herunterkommt und sich rechts hält, steht man gleich vor der nächsten Sehenswürdigkeit. Dem Monument Vittorio Emanuele II und das ist weiß Gott ein Monument und wird im Sprachgebrauch auch genauso genannt: Il Monumento.

Monument Vittorio Emanuele II

Der Volksmund bezeichnet das oft ungeliebte Monument aufgrund seiner Form auch als „macchina da scrivere“ (Schreibmaschine) oder auch „Torta Nuziale“ (Hochzeitstorte), weil der schneeweiße Marmor aus der erdfarbenen Umgebung so grell hervorsticht.

Gewidmet ist er dem ersten König des neu gegründeten Italiens nach der Reichsgründungsbewegung in der ersten Hälfte des 19 Jahrhunderts. 1861 wurde das Königreich Italien ausgerufen, mit Viktor Emanuel als König.

Quadriga auf der rechten Seite repräsentiert Freiheit

Errichtet wurde das Monument für Viktor Emmanuel II zwischen 1885 und 1927 nach einem Entwurf von Giuseppe Sacconi, dem Sieger eines Architektenwettbewerbs. Dafür wurde der Nordhang des Kapitolinischen Hügels geräumt, um Platz zu schaffen. Römische Ruinen und mittelalterliche Kirchen wurden dabei zerstört. Das ist eigentlich auch klar, wenn man sieht, wie eng hier Jahrtausende alte Funde beisammen liegen.

Eingeweiht wurde es aber bereits 1911, am 50. Jahrestag des Königreiches. Auch wenn das Monument vom wuchtigen Baustil vergangener Zeiten erzählt und nicht unbedingt von allen Römern geliebt wird, hat man vom Dach aus doch einen wunderbaren Blick über Rom.

Das Funkeln und das unglaublich helle Weiß liegt an dem weißen Marmor aus Botticino in der Provinz Brescia.

Reiterstandbild von Vittorio Emanuele II

Das Denkmal ist etwa 80 Meter hoch, 120 Meter breit und besteht aus einer großen Freitreppe. Rechts und links vom Haupteingang – welcher Nachts durch ein Tor verschlossen ist – befinden sich zwei Brunnen, die eine sinnbildliche Darstellungen der beiden Meere sind, die an Italien grenzen. Der Linke zeigt das Adriatische Meer und der Rechte ist das Tyrrhenische Meer.
In der Mitte des Denkmals befindet sich die kolossale Reiterstatue von Viktor Emanuel, dem „Vater der Nation“. Die Statue wiegt 50 Tonnen, ist 12 Meter hoch und ein Werk des Skulpteurs Enrico Chiaradia. Sie ruht auf einem Sockel mit allegorischen Reliefs, welche italienische Städte repräsentieren.

Feuer im Gedenken an gefallene Soldaten

Am Fuß der Statue befindet sich, wie bei vielen nationalen Denkmälern, das Grabmal des unbekannten Soldaten, welches im Jahre 1921 eingeweiht wurde. Ehrenwachen, wechselseitig aus den Meeres-, Infanterie- und Luftdivisionen, wachen hier Tag und Nacht.

Soldaten bewachen das Feuer und den Kranz

Der obere Teil des Denkmals besteht aus einem massiven gebogenen Säulengang mit 15 Meter hohen Säulen.
Zwei Bronze-Quadrigen krönen das Denkmal, jede jeweils mit einer Statue einer geflügelten Siegesgöttin. Die Quadriga auf der rechten Seite repräsentiert Freiheit, während die auf der linken Seite Einheit repräsentiert. Sie wurden im Jahre 1927 hinzugefügt, 16 Jahre nachdem das Denkmal eingeweiht wurde.

Das Denkmal spiegelt die nationalistische Stimmung dieser Zeit, daher auch die wuchtigen Marmortreppen, das Reiterstandbild des Königs, und die monumentale Säulenreihe. Dieser Portigus (Säulengang) wird bei Nacht farbig beleuchtet.

Die Ewige Flamme wird Tag und Nacht von zwei Soldaten mit Lanzen bewacht. Ist das Bauwerk schon Extraklasse, so ist die Aussicht von ganz oben über Rom einfach nur grandios.

Piazza Aracoelii

Direkt hinter dem Monument sieht man das Forum Romanum und dahinter das Kollosseum, linker Hand die Piazza Venezia und die Trajansmärkte nach rechts natürlich das Kapitol und nach hinten die Stadt bis zum Petersdom und dem Vatikan.

Innerhalb des Gebäudes befindet sich das Museo del Risorgimento,

Flaggensammlung

mit einer Dauerausstellung zu den italienischen Unabhängigkeitskriegen und mit den Truppenfahnen aufgelöster italienischer Militärverbände, sowie Schiffsflaggen außer Dienst gestellter Kriegsschiffe.

Was für ein pompöser Flur

Wenn Sie mühsam 3 Stockwerke raufgelaufen sind, können Sie in einen Fahrstuhl steigen, der Sie für 8 Euro nach ganz oben bringt. Lohnt sich auf jeden Fall, egal wie viel es kostet.

Meine Frau musste ich damit ködern, die drei Stockwerke hochzulaufen, indem ich von dem Cafe erzählte, das dort wäre. Als wir dann mit dem Aufzug auf der Spitze waren, konnten wir das Cafe sogar sehen, nämlich auf der Etage auf der der Fahrstuhl losfuhr. Das vergaß ich vorher ganz zu erwähnen. Ansonsten hätte ich allerdings auch allein dort hochmüssen.

Den Ausblick und was man in alle Richtungen sieht, möchten wir Ihnen natürlich nicht vorenthalten, daher hier ein paar Bilder einfach unkommentiert. Sollten Sie einmal in Rom sein, fahren Sie auf das

Blick Richtung Petersdom

Monument, es lohnt sich wirklich. Übrigens, falls Sie es noch nicht gemerkt haben, Sie können alle meine Bilder auch anklicken und sehen Sie dann größer.

Richtung Forum Romanum und Collosseum

 

Pallazzo dei Conservatori

Colloseum

Trajansmärkte/Mercati di Traiano

So ganz ohne Kommentar geht nun beim unteren Bild nicht mehr. Ich bin schließlich auch Einzelhändler und das Bild sieht aus wie ein modernes Einkaufszentrum und dass, obwohl der Bau in den Jahren 100-110 n.Chr. stattfanden. Die sogenannten Märkte des Trajan, das war ein Kaiser (98–117 n. Chr.), lagen an dem Abhang zum Forum Romanum hin. Die konkave halbkreisförmige Form diente zugleich als Stütze für den zuvor abgetragenen Hügel. Sie bestanden aus sechs terrassenförmig angelegten Stockwerken mit 150 Einzelläden und Magazinen. Dort wurden Lebensmittel und auch andere Konsumgüter preiswert angeboten. Mit den Märkten versuchte Kaiser Trajan, die sozialen Spannungen, die aufgrund der hohen Steuerlast entstanden waren, zu mildern. Durch die Märkte zog er das öffentliche Leben auf das Forum. Die Trajansmärkte sind auch heute noch ein beeindruckendes Bauwerk. Das Datum des Baubeginns ist nicht genau bekannt.

Links daneben die Trajanssäule. Die Einweihung der ohne Sockel 29,78 Meter (mit Sockel 39,83 Meter) hohen Säule fand am 12. Mai 113 n. Chr. statt. Trajan ließ seine monumentale Siegessäule zwischen zwei Bibliothekstrakte setzen, so dass man von den dortigen Fenstern aus eine gute Aussicht auf die zahlreichen Bilddarstellungen seiner Säule hatte. Auf dem spiralförmig aufsteigenden Fries, der mit 23 Windungen eine Gesamtlänge von 200 Metern erreicht, ließ Trajan Szenen aus seinen erfolgreichen Kriegen darstellen.

In der Mitte die Trajanssäule. Die Kirchen im Hintergrund sind zum einen die Santa Maria di Loreto, die 1522-1573 für die Zunft der Bäcker errichtet wurde und zum zweiten die Santissiomo Nome die Maria al Foro Traiano, die im 18. Jahrhundert erbaut wurde. Beide zusammen bilden nach den bereits beschriebenen Kirchen am Piazza del Popolo das zweite Kirchenzwillingspärchen.

Insgesamt sind 2500 menschliche Figuren von etwa 60-70 cm Höhe abgebildet. Der Kaiser selbst ließ sie 60 Mal abbilden. Die Darstellungen liefern insgesamt sehr interessante Auskünfte über die Kleidung und die Waffen im 2. Jahrhundert. So zeigt sie unter anderem Bogenschützen aus dem Osten des römischen Reiches. Interessanter für uns als Bekleidungsgeschäft ist aber der älteste Nachweis einer Krawatte: Zum Schutz gegen die Kälte und scheuernde Rüstungen knoteten die Soldaten das Tuch um den Hals. Von den modebewussten Jünglingen in Rom wurde der Halswärmer übernommen, wer „in“ sein wollte, trug eine „Krawatte“.

Allerdings sind mittlerweile zahlreiche der Reliefdarstellungen von den Autoabgasen so sehr zerfressen, dass man nur noch wenig erkennen kann. Dennoch ist die Säule eines der am besten erhaltenen antiken Monumente. Die aufeinandergesetzten Blöcke wurden mit Bleidübeln gegen Verschieben gesichert. Dazu dienten Hohlräume in dem jeweils oberen und unteren Block. die beim Aufeinandersetzen einen einzigen Hohlraum bildeten. Dieser wurde über kleine Löcher von außen her mit Blei ausgegossen. Man muss sich nur zu helfen wissen. Da denken wir immer, wir haben alles erfunden, dabei konnten die damals schon eine ganze Menge genauso gut.

Im Mittelalter haben die Bleiräuber die Öffnungen gewaltsam erweitert, um an das Blei zu gelangen. Schlimm, wenn man aber auch alles gebrauchen kann. Zurück blieben große , oft kegelförmige Löcher, die in neuerer Zeit zugemauert wurden. Der Sockel, der auch mit Trophäen geschmückt ist, trägt eine Weihinschrift, die besagt, dass die Trajanssäule genau dieselbe Höhe hat, wie der Hügelausläufer, den Trajan für sein Forum abtragen ließ. Dieser Sockel bewahrt auch die Urne mit der Asche des Kaisers auf. Von dort geht eine enge spindelförmige Treppe 185 Stufen nach oben. Ursprünglich war oben auf der Säule eine Statue des Kaisers angebracht, heute ist es Petrus aus Bronze.

Noch ein letztes Panorama, bevor wir das Monument Vittorio Emanuele II verlassen.

Noch ein letztes Panorama, bevor wir das Monument Vittorio Emanuele II verlassen. Eigentlich wäre jetzt das Kolosseum dran gewesen, weil es so nach dabei ist. Doch wir haben den Bericht hierhin ausgegliedert, um diese Seite nicht zu unübersichtlich werden zu lassen. Also finden Sie das Kolosseum hier. Diese Seite bleibt dennoch auf, damit Sie direkt wieder zurück kommen können.

Ohne weitere Treppen konnten wir nun vom Denkmal direkt rüber gehen in die Kirche Maria in Aracoeli. (lat.: Sanctae Mariae de ara coeli, dt.: Heilige Maria vom Himmelsaltar).

Mit der Inschrift über dem Haupteingang feiert Papst Urban VIII. Barberini das Ende der Pestepidemien, die im 17. Jh. wüteten.

Sie liegt auf dem höchsten Punkt des Kapitolinischen Hügels, sie sehen schon Denkmal-Kirche-Kapitol-Forum Romanum, in Rom liegt alles wahnsinnig nach beieinander. Der ursprüngliche Name war Santa Maria in Capitolio. Aracoeli wird das erste Mal im 14. Jahrhundert erwähnt und entstammt eigentlich einer mittelalterlichen Legende.

Über dem Eingang der Kirche, den man über die Freitreppe erreicht, befindet sich ein Farbglasfenster mit drei Bienen, den Wappentieren des Papstes Urban VIII. Barberini.

Die Vorgeschichte der Kirche soll bis in die Zeit um die Geburt Christi zurückgehen. Am heutigen Ort der Kirche stand in der Antike ein Tempel, der der römischen Göttin Juno geweiht war (ca. 345 v. Chr. errichtet).

Hier eine nette Geschichte zu dem Tempel: Bei dem Tempel für Juno wurden Gänse gehalten, die mit ihrem Geschnatter die Römer weckten, als bei Nacht die Gallier das Kapitol erobern wollten.

Fresko in der Bufalini-Kapelle: Christus zwischen Engeln und der Heilige Bernhard von Siena mit weiteren Heiligen. In der Bufalini-Kapelle ist das Leben des hl. Bernhardin von Siena von Pinturicchio dargestellt. In diesem Ausschnitt ist Christus in der Mandorla, umgeben von Engeln, zu sehen.

Daher bekam Juno den Beinamen „Moneta“, die Wachsame. Weil beim Tempel auch die römische Münzstätte gegründet wurde, ging dieser Name auf das Geld über. Deshalb spricht man bei Geld auch von „Moneten“. Auch das Wort „Münze“ leitet sich davon ab.

Aber weiter mit der heutigen Kirche. Angeblich erschien Kaiser Augustus eine Vision, die ihm die Ankunft Christi prophezeite, indem sie dem Kaiser eine Jungfrau mit Strahlenkranz und Kind, auf einem Altar sitzend zeigte.

Maria mit Strahlenkranz

Sie sagte: „Dieses Kind ist größer als du und wird die Götter stürzen“. Eine heidnische Seherin konnte den Traum als ein Vorzeichen der Geburt des Erlösers in der Zeit der Herrschaft des Kaisers deuten.

Der Kaiser errichtete daraufhin dann auf dem Hügel einen Altar mit der Aufschrift „Ecce Ara Primogeniti Dei“ (Hier ist der Altar des Erstgeborenen Gottes). Daher der Name Ara Coeli, lat. für „Himmelsaltar“.

Hauptaltar und dahinter die Orgel

Im Internet las ich, dass für die Römer in der Weihnachtszeit nicht der Petersdom die wichtigste Kirche ist, sondern Santa Maria in Aracoeli, denn hier wohnt das römische Christkind. Es gibt eine Kapelle des Santo Bambino in der Kirche. Dabei handelt es sich um eine, einen halben Meter hohe pausbäckige Holzfigur, die angeblich Wunder vollbringt.

Santo Bambino, Statue in der Kirche Santa Maria in Aracoeli

Der Legende nach soll sie im 15. Jahrhundert von einem Franziskanermönch aus dem Holz eines Olivenbaums aus dem Garten Gethsemane bei Jerusalem geschnitzt worden sein. Als der Mönch begann das Schnitzwerk zu bemalen, schlief er beim ersten Pinselstrich ein. Als er wieder erwachte, hatte auf wundersame Weise ein Engel seine Arbeit

hier noch einmal Santo Bambino vergrößert

erledigt. Der Mönch taufte das Christkind dann im Wasser des Flusses Jordan. Doch das Schiff mit dem der fromme Bruder nach Italien zurückkehren wollte, ging mit Mann und Maus in einem Sturm unter. Nur das Holzkind überlebte und schwamm alleine durch das weite Meer an die Küste vor Rom, wo es wiederum von Mönchen am Neujahrstag gefunden und in die Kirche auf Roms Kapitol gebracht wurde, wo es sein wundertätiges Leben fortsetzte. Allerdings wurde das Original 1994 gestohlen, aber die damals erstellte Kopie soll genauso wundertätig sein. Für diese Kopie spendeten sogar die Insassen des heutigen Gefängnisses in Rom, da sie zwar zugaben Schurken zu sein, aber doch keine gottlosen Schurken.

Zu dieser Figur bringen die römischen Kinder ihre Wunschzettel und beim Bambino Gesù bedanken sie sich auch nach erfolgreicher Bescherung. Herunter von der Kirche geht es dann über eine steile 124 Stufen-Treppe. Sie wurde vom römischen Volk um 1348 als Dank für die Befreiung von der Pest gestiftet. Gemeinsam mit der Rampe, die rechts der Kirche vom Kapitol herabführt, bildete die Treppe eine architektonische Sensation ihrer Zeit. Weil sie zum Himmelsaltar führt, wird sie oft als „Himmelsleiter“ bezeichnet.

Weiter führt uns unser Weg nun zum „Piazza della Rotonda“ im Herzen des Centro Storico und somit zum

Pantheon

Die Piazza Rotonda wird beherrscht vom Pantheon, jenem allen Göttern geweihten Tempel, den Marcus Agrippa im Jahre 27 errichten ließ.

Der Begriff Pantheon wird heute allgemein auf ein Gebäude angewendet, in dem bedeutende Persönlichkeiten bestattet sind, was von der späteren Nutzung des römischen Pantheons herrührt

Der Platz wird beherrscht von dem unter Kaiser Hadrian zwischen 120 und 125  n.Chr. errichteten Pantheon, das einen „Allen Göttern“ geweihten Tempel ersetzt, der im Jahr 25 v. Chr. von Marcus Agrippa gebaut wurde, aber 80 n.Chr. durch Feuer vernichtet, dann wiederaufgebaut und im Jahr 110 n. Chr. durch Blitzschlag erneut zerstört wurde.

Das Pantheon besteht aus einem 33 Meter breiten, von 16 mächtigen korinthischen Säulen getragenen tempelähnlichen Vorbau

aus einem Block gehauenen korinthischen Säulen aus grauem Granit

und einem mit 43 Metern Durchmesser überwältigenden Kuppelraum, der mit 6,2 Metern starken Ziegelwänden die Kuppel in 43 Metern Höhe tragen.

Altar im Pantheon. Hinter dem Hauptaltar gibt es eine Kopie einer Ikone der Madonna aus dem 13. Jahrhundert.

Das Dach zierten bis in das Jahr 663 vergoldete Bronzeplatten. Der oströmische Kaiser Konstans II. ließ anlässlich eines Besuches der Stadt diese Platten herunterreißen und für seinen Hof in Byzanz abtransportieren, wo sie aber nie ankamen: Die Sarazenen erfuhren von dem wertvollen Transport und überfielen ihn. Nun also nicht nur Kaiser, die alles brauchen konnten und ohne Hemmungen eine funktionierende Einheit trennen, sondern auch noch Diebe, die Diebe bestehlen.

Blick in die Kuppel des Pantheons

Das Pantheon ist das am besten erhaltene antike Gebäude in Rom und gilt wegen seiner riesigen, freitragenden Kuppel mit einer 9 Meter breiten Öffnung im Zenit als ein Wunderwerk der Architektur. Die Öffnung sorgt für einen ausreichenden Lichteinfall. 1700 Jahre war das die größte Kuppel der Welt.

Der römische Beton (opus caementitium) der Kuppel ist aus leichtem, vulkanischen Tuff- und Bimsstein hergestellt

 

Bis heute hat das Pantheon weiterhin den Rekord die größte nicht verstärkte Zementkuppel der Welt zu sein.

Das Gebäude besteht aus zwei Hauptelementen, halt dem kreisrunden Kuppelbau im Süden und der Tempelfassade mit den Säulen im Norden.

Übrigens sagte unsere Fremdenführerin, dass die Kuppel genau die Hälfte einer Kugel mit Durchmesser 43,30 Metern sei und die Entfernung des Fußbodens zum Dach genauso 43,30 Meter hätte.

Panoramablick im Pantheon

Man könne also eine Kugel genau in den Raum legen, worauf die Raumwirkung des Pantheons beruht. Die geniale Konstruktion hätte viele Künstler dazu bewogen andere Dinge genauso zu planen, z.B. Michelangelo die Kuppel des Petersdoms oder das Kapitol in Washington.

Es dauerte lange Zeit, bis wieder ein Raum ein Kuppeldach von ähnlichen Dimensionen erhielt – selbst heute ist dies nur mit modernster Technik und kompliziertesten Statikberechnungen möglich. Ärgerlich waren darüber wohl die Päpste: Während des Neubaus des Petersdoms wurde gefordert, der Kuppeldurchmesser des christlichen Petersdoms müsse unbedingt den des „heidnischen“ Pantheon übertreffen. Die Architekten allerdings kapitulierten vor dieser Forderung und so ist der Kuppeldurchmesser des Petersdoms um 1,40 Meter kleiner als der des Pantheons.

So verfügt das Pantheon weiterhin über die größte Kuppel, die je ohne weitere Verstärkungsmaßnahmen aus Beton errichtet wurde.

noch ein anderes Panorama aus dem Pantheon

Das Pantheon steht auf dem Marsfeld, und war einst ein allen römischen Göttern geweihtes Heiligtum. Über die Götter die dort angebetet werden ist man sich nicht so einig, vermutet wird vor allem Mars und Venus, deren Statuen früher in den Nischen des Innenraums aufgestellt waren.

Blick von der Piazza della Rotonda aus

Ursprünglich war auch der Rundbau eine heidnische Kultstätte, aber nachdem der oströmische Kaiser Phokas  das Pantheon im Jahr 608 dem Papst Bonifatious IV. schenkte, wurde es zum christlichen Gotteshaus, das am 1. November 609 der Heiligen Maria, sowie allen Märtyrern – Sancta Maria ad Martyres – geweiht wurde.

Brunnen mit dem Obelisco Macuteo vor dem Pantheon

Sie ist aber auch unter dem Namen Santa Maria Rotonda bekannt. Zur Zeit der Monarchie diente das Pantheon dem Königshaus als Palast- und Grabeskirche, deshalb wurde hier nicht nur der erste italienische König Vittorio Emanuelle II beigesetzt, hier ist auch das Grabmal des im Jahr 1900 in Monza ermordeten Königs Umberto I. und – darunter – das Grab der 1926 verstorbenen Königin Margherita.

Auch heute bleibt das Pantheon eines der beeindruckendsten Gebäude der Antike, ein Bauwerk von unheimlicher Größe für die Zeit in der es erstellt wurde, verblüfft es aber auch mit seiner Einfachheit.  Eine gewagte Konstruktion und zugleich ein Beleg für die Tauglichkeit der von Römern erdachten Betonbauweise, einer architektonischen Gestaltung aus Licht, Farbe und Raum. Glauben wir doch immer, heute könne man mehr, als die Architekten der Vergangenheit. Aber das Schönste ist, dass wir es immer noch so sehen können, wie die Römer es sahen! So soll Michelangelo von einem „disegno angelico e non umano“ gesprochen haben, von einem von Engeln, nicht von Menschen gemachten Entwurf. Bis heute ist das antike Heiligtum nahezu unversehrt – nicht zuletzt deshalb, weil der ursprüngliche Tempelbau schon so früh zu einer christlichen Kirche umgewandelt wurde.

Johann Wolfgang von Goethe schrieb am 3. Dezember 1786, wenige Wochen nach seiner Ankunft in Rom, das Pantheon habe so sein Gemüt eingenommen, „dass ich daneben fast nichts mehr sehe. Wie will man sich aber, klein wie man ist und ans Kleine gewohnt, diesem Edlen, Ungeheuren, Gebildeten gleichstellen?“

Im Zentrum der von gemütlichen Straßencafés und Restaurants umgebenen „Piazza della Rotonda“ sprudelt ein von Giacomo della Porta und Leonardo Sormani im Jahr 1575 geschaffener Brunnen.

Brunnen mit Blick auf Pantheon

Der aus dem ehemaligen Isis-Tempel stammende 6,34 m hohe ägyptische „Obelisco Macuteo oder Obelisco del Pantheon“ wurde wahrscheinlich 1575 ausgegraben und zunächst in einer anderen Kirche aufgestellt, 1711 kam er auf diesen Platz.

Der Obelisk soll sehr alt sein, nämlich aus der Zeit Ramses II, das war wohl etwa zwischen 1303 bis 1213 v. Chr..

Nach so viel Altertum, mussten wir nun etwas aktuelles, vielleicht Brandheißes haben. Was bietet sich da eher an, als eine schöne Pizza.

Wer kann da schon nein sagen?

Ich weiß dieser Übergang war vielleicht nicht so elegant, aber wir hatten wirklich einfach Hunger. Also in Richtung

Piazza Navona,

denn Hunger ist schlimmer als Heimweh und um die Piazza herum sind sehr schöne und auch nicht so teure Lokale.

Hunger, Durst …

Die Piazza Navona befindet sich an der Stelle, an der Kaiser Domitian ein Stadion für Wagenrennen erbauen ließ. Die Form des Platzes entspricht der langgezogenen, ovalen Form des Stadions. Die umgebenden Gebäude sind auf den Fundamenten der Stadiontribünen errichtet. Um 1500 nutzte man den Platz für Stierkämpfe. Im 18. Jahrhundert überflutete man den Platz, um auf dem so entstandenen, künstlichen See Bootsfahrten zu ermöglichen.

Panoramaansicht des Platzes

Seit Beginn der Neuzeit ist die Piazza Navona das Zentrum des römischen Karnevals. Drei barocke Brunnen schmücken den Platz: Berninis Vierströmebrunnen im Zentrum, sowie der Mohren- und der Neptunbrunnen an den beiden Enden des Platzes. In der Mitte der westlichen Platzseite erhebt sich Borrominis barocke Kirche Sant‘ Agnese in Agonne. Auf dem Platz drängen sich den ganzen Tag und auch abends die Touristen. Dementsprechend gibt es hier jede Menge Souvenirverkäufer, Gaukler, Straßenmaler, Cafes und Restaurants.

Fontana del Nettuno

Fontana del Nettuno Brunnen

Er ist im Norden des Platzes und wurde 1574 von Giacomo della Porta als einfacher Brunnen ohne Figuren erbaut. Die heutigen Brunnenfiguren wurden zwischen 1873 und 1878 aufgestellt. Neptun ersticht mit seinem Dreizack einen Oktopus und weitere mythologische Meeresgestalten schauen zu.

 

Fontana dei Fiumi – Vierströmebrunnen

Fontana dei Fiumi Brunnen mit Obelisk

Gian Lorenzo Bernini gelangte an den Auftrag des Papstes Innozenz X., indem er der Schwägerin des Papstes ein Silbermodel seines Brunnenentwurfes schenkte. Der Künstler vollendete den Brunnen 1651. Was die Statik angeht, ist er sehr gewagt, da ein Obelisk aus Granit auf einem ausgehöhlten Felsen, aus dem Pferde und Meeresfiguren hervorkommen, aufliegt.

Fontana dei Fiumi Brunnen

Er stammt vom Isis-Tempel Domitians und ist mit einer Taube versehen, die heute noch als Symbol des Vatikans häufig in Kirchen zu sehen ist.  Vier Männerfiguren lehnen an dem zentralen Felsen. Sie stellen die 4 großen Flüsse der Erde (Ganges, Nil, Donau und Rio della Plata) dar und damit die 4 Kontinente Asien, Afrika, Europa und Amerika. Die Zuordnung der Figuren zu den einzelnen Flüssen ist an Tieren und Pflanzen erkennbar. Der Brunnen repräsentiert die damals bekannte Wellt, aber auch den Herrschaftsanspruch des Papstes über die Erde.

Fontana del Moro

Fontana del Moro Brunnen

Das zentrale Becken und die Meeresfiguren entstanden 1574-76 nach einem Entwurf von Giacomo della Porta. Später fügte Bernini ein weiteres kurviges Becken hinzu und entwarf 1655 die von den Römern „Il Moro (der Mohr)“ genannte Statue, die einen Äthiopier darstellen soll. Er kämpft mit einem Delphin. Das Becken wurde 1708 ausgetauscht und auch die Meeresfiguren wurden durch Kopien ersetzt. Die Originale befinden sich heute im Park der Villa Borghese in Rom.

Die Mitte der Piazza Navona wird von der Barockkirche „Santa Agnese in Agone“ begrenzt.

Saint Agnese in Agone, leider bei unserem Besuch geschlossen.

Das Gotteshaus wurde an der Stelle erbaut, an der die hl. Agnes im Jahr 304 ihr Martyrium erlitt und nackt an den Pranger gestellt wurde, weil sie sich dem Sohn des Stadtpräfekten mit dem Hinweis verweigerte, sie sei mit Jesus Christus verlobt. Ihre Haarpracht verlängerte sich am Pranger, wie durch ein Wunder, so dass sie den nackten Körper vor den Augen eines jeden ganz bedeckte. Die heutige Kirche wurde 1652 gebaut. Durch abgerundete Enden hat die Kirche eine fast elliptische Form.

Als nächstes wollten wir uns eigentlich San Giovanni in Laterano ansehen, eine Bischofskirche in Rom. Und weil der Papst zugleich der Bischof von Rom ist, ist es eine Papstbasilika. Doch zuvor kamen wir an einer anderen, eher stillen Sehenswürdigkeit vorbei, die wir uns dann zuerst ansahen.

Scala Santa – Heilige Stiege

Eine unglaubliche Leistung, die Treppe auf Knien hochzusteigen. Viele holen sich da blutige Knie. Gott sei Dank konnten wir über die Treppe hinauf, die eigentlich für den Abstieg gedacht ist.

Zu der Kapelle Sancta Sanctorum führt die Heilige Treppe (oder Stiege) hinauf, die angeblich aus dem Palast von Pontius Pilatus stammt und die Jesus nach seinem Prozess mehrmals betreten haben soll, um nach unnützem Hin- und Hergeschicke zwischen den Behörden (fast wie heute, davon stammt der Spruch „von Pontius zu Pilatus gehen“) sein Urteil zur Kreuzigung zu erhalten.

Nach seiner Verurteilung wusch  sich Pontius Pilatus seine Hände, daher der Ausdruck „seine Hände in Unschuld waschen“.

Sie wurde der Überlieferung nach von der Mutter Konstantins, der heiligen Helena, 326 aus Jerusalem hierher gebracht. In Erinnerung an die Leiden Christi soll die Treppe nur kniend betreten werden. Die Treppe war ursprünglich die Zugangstreppe zum Palast des Laterans (offizielle Sitz der Päpste).

 

Altar der Sancta Sanctorum, leider ist die Inschrift über dem Altar nicht mit auf dem Bild. Dort steht aus dem lateinischen übersetzt:
„Es gibt auf der ganzen Welt keinen
heiligeren Ort“

Ende des 16. Jahrhunderts erhielt die bis dahin freistehende Treppe Ihren heutigen Überbau im Auftrag von Papst Sixtus V. durch Baumeister Domenico Fontana. Seit 1723 werden die Marmorstufen mit einer Nussbaumholzverkleidung vor den Abnutzungen geschützt. An der zweiten, der elften und der achtundzwanzigsten Stufe wurde jeweils ein Sichtfenster offen gelassen, durch die man auf angebliche Blutspuren Christi blicken kann. (Na ja, so die Legende, dass hieße aber im Gegenzug, dass niemand im Palast von Pontius Pilatus über Jahrzehnte putzte.)

Statuen links neben der „Heiligen Stiege“
Inschrift aus Evangelium nach Lukas – Kapitel 22 – Vers 53:
cum cotidie vobiscum fuerim in templo non extendistis manus in me sed haec est hora vestra et potestas tenebrarum
Übersetzung:
Ich bin täglich bei euch im Tempel gewesen, und ihr habt keine Hand an mich gelegt; aber dies ist eure Stunde und die Macht der Finsternis.

Zum Gedenken an die Leiden Christi werden die Stufen von den Gläubigen nur kniend zurückgelegt.

Die Kirche gewährt jedem Pilger, der die Stufen auf den Knien erklimmt und auf jeder Stufe ein Vaterunser betet, einmal pro Jahr, beziehungsweise zu bestimmten Festtagen einen Generalablass. Ein Teilablass ist täglich möglich.

Die Papstkapelle Sancta Sanctorum (Allerheiligste) ist einer der ältesten Reste des antik-mittelalterlichen Papstpalastes. Legendäre Erwähnungen reichen bis in das 4. Jahrhundert zurück. Bei der Übersetzung der Bibelverse unter den Bildern hat mir dieser Link sehr geholfen. Darum möchte ich ihn als Dank mit aufnehmen.

Statuen rechts neben der „Heiligen Stiege“
Inschrift aus Evangelium nach Lukas – Kapitel 22 – Vers 48:
Iesus autem dixit ei Iuda osculo Filium hominis tradis
Übersetzung:
Jesus aber sprach zu ihm: Judas, verrätst du des Menschen Sohn mit einem Kuss?

 

 

 

Gegenüber der Scala Santa befindet sich das

Leonische Triclinium

Wie der Name verrät, handelt es sich hierbei um einen Teil des ehemaligen Speisesaales des Papstpalastes. (Das Triclinium war in der Antike ein steinernes oder hölzernes dreiliegiges Speisesofa. Vor allem im antiken Griechenland und im römischen Reich war es weit verbreitet. Nach ihm wurde aber auch der antike Speisesaal benannt)

Datiert wird es in die Zeit Papsts Leos III., wobei die Angaben über die Entstehung zwischen den Jahren 796 und 810 schwanken.

Mosaik im Triclinum

Das Mosaik der heutigen Außenapsis ist eine Rekonstruktion aus dem 18. Jahrhundert. Dargestellt ist innerhalb der Apsisrundung die Erteilung des Missionsauftrages an die Apostel durch Jesus. An der Stirnseite des Tricliniums befinden sich zwei weitere Darstellungen rechts und links der Apsis. Das linke Mosaik zeigt die Übergabe des Schlüssels an Petrus und des Labarums an Konstantin durch Jesus. Das rechte soll die Verleihung des Palliums an Leo III. und die gleichzeitige Übergabe der Fahne der Stadt Rom an Karl den Großen durch Petrus darstellen.

offene Apsis – Speisesaal des alten Papstpalastes

Eine zuverlässige Deutung wird erschwert, weil bei den beiden Transporten des gesamten Tricliniums, das darauf angebrachte Mosaik abfiel und rekonstruiert werden musste, sodass sein ursprünglicher Zustand zumindest umstritten ist. Gleich ums Eck ist die letzte Kirche unseres Urlaubes. Und sogar eine ganz besondere, nämlich

San Giovanni in Laterano

Sie ist die Bischofskirche von Rom und eine der 4 Papstbasiliken Roms. San Giovanni in Lateran ist die eigentliche Kathedrale von Rom, weil sie die Kirche des Bischofs von Rom ist und das ist immer der Papst. Heute untersteht San Giovanni allerdings dem jeweiligen Stellvertreter des Papstes; der Papst selbst führt hier noch am Gründonnerstag die zeremonielle Fußwaschung der 12 Armen durch.

Unserer Meinung nach, ist sie sogar schöner als der Petersdom, aber wohl nicht ganz so bekannt. Denn in den Petersdom kam man nie ohne Warteschlangen und Durchsuchung durch die Polizei. In San Giovanni waren wir fast allein und das, obwohl wir gegen Mittag dort ankamen. Doch erst einmal etwas zur Geschichte. An der Portalsäule steht:

Die Inschrift auf der Portalsäule von St. Johannes gibt ihre Vorrangstellung unter den Kirchen Roms und der Welt wieder. Wer Zweifel hegt, wird auf die Inschrift am mittleren Eingang verwiese.“

SACROS(ancta) LATERAN(ensis) ECCLES(ia)
OMNIUM VRBIS ET ORBIS
ECCLESIARVM MATER
ET CAPVT

DIE GEHEILIGTE LATERANENSISCHE KIRCHE,
MUTTER UND HAUPT ALLER KIRCHEN
DER STADT UND DES ERDKREISES

 

„Laut Geschichtsschreiber Tazitus wurde das Gelände des Besitzers Plauzio Laterano, der einer reichen römischen Familie angehörte, wegen Konspiration von Kaiser Nero konfisziert. Plauzio Laterano wurde zum Tod verurteilt und der Besitz ging an das Römische Reich über.“

Später gehörte das Gelände Fausta, die die zweite Frau des Kaisers Konstantins I. (Flavius Valerius Constantinus – geboren zwischen 270 und 288, gestorben 337) wurde.

Im Jahre 313, nach dem Sieg von Konstantin über Maxentius, wurde auf dem ehemaligen Gebiet der Laterani mit dem Bau einer christlichen Basilika mit Baptisterium (Baptisterium bezeichnet im heutigen Sprachgebrauch eine christliche Taufkapelle) begonnen.

Apside der Basilika San Giovanni in Laterano. Kathedra des Papstes als Bischof von Rom (Apsis der Basilika) Kathedra ist seit der Antike das Symbol der Vollmacht eines öffentlichen Amtsträgers

ist seit der Antike das Symbol der Vollmacht eines öffentlichen Amtsträgers

 

Der Grundriss der fünfschiffigen Säulenbasilika geht ebenso wie das achteckige Baptisterium auf die Gründung Konstantins im 4. Jh. zurück. Das Baptisterium ist damit das älteste der Welt.

Erstaunlicherweise wurden aber für die Dachkonstruktion keine Gewölbe verwendet, sondern eine flache Decke in die Kirche eingezogen. Die Gründe dafür sind unklar. Die Weihe der Kirche auf den Namen Johannes des Täufers erfolgte erst unter Papst Gregor dem Großen (590–604).

In den folgenden Jahrhunderten wurde das Bauwerk immer weiter entwickelt. Im Jahre 794 wurde Karl der Große hier getauft. Der ursprüngliche Bau wurde unter Papst Stephan VI. (896–897) durch ein Erdbeben zerstört. Papst Sergius III. (904–911) ließ ihn wieder aufbauen. Der Kreuzgang wurde von der Steinmetzgruppe Vassalletto zwischen 1215 und 1235 geschaffen.

In der Basilika sind viele Grabmale

Seinen Höhepunkt hatte die Laternabasilika um 1300, nachdem Bonifazius VIII. das erste Heilige Jahr ausrief und bevor die Päpste nach Avignon umzogen. Bereits 1307 wurde der  Lateran dann durch einen Brand zerstört. Er hatte bis zum Ende des „Exils in Avignon“ der Päpste 1377 so sehr gelitten, dass die Päpste den Vatikan als Residenz bezogen. Der Vatikan war in besserem Zustand und leichter zu verteidigen.

Statue Johannes’ des Täufers unterhalb des Papstaltares in der ihm geweihten Lateranbasilika. Zu ihm werfen die Gläubigen Münzen hinunter.

Zwischen dem 16. und dem 18. Jahrhundert wurde die Kirche Barockisiert. Die heutige Form der Kirche stammt aus dem Jahr 1650. Anlässlich des Heiligen Jahres gab Papst Innozenz X. dem Francesco Borromini den Auftrag, die damals baufällige Basilika zu renovieren. Dieser modernisierte im barocken Sinn den Innenraum vollständig.

Die Decke der Basilika

Die prächtige Holzdecke stammt aus dem 16. Jahrhundert.

Die beeindruckende Hauptfassade aus Travertin wurde zwischen 1733 und 1736 von Alessandro Galilei geschaffen. Auf dem Fassadendach befinden sich 15 Statuen.

Hochaltar und Apside

Die Laterankirche ist die ranghöchste Kirche der katholischen Welt und die Bischofskirche des Papstes. Der Hauptteil des Gebäudes wurde 1735 errichtet. Neben dem wunderschönen Innenraum ist zudem der Kreuzgang mit seinen kunstvollen Säulen besonders sehenswert.

Fassade der Lateransbasilika. Sie ist ein spätbarockes Meisterwerk des Alessandro Galilei. Oben thronen 15 sieben Meter hohe Travertinstatuen, u.a. von Johannes dem Täufer und Johannes dem Evangelisten, denen diese Kirche auch geweiht ist.

1736 wurde die Hauptfassade mit ihren bis zu sieben Meter hohen Kolossalfiguren von Alessandro Galilei errichtet. In der Mitte ist Jesus zu sehen, links steht Johannes der Täufer, rechts ist die Statue des Evangelisten Johannes, daneben sind die Figuren der wichtigsten Kirchenlehrer angebracht.

Die Säulen des Hauptschiffes zeigen zu beiden Seiten Statuen der 12 Apostel (4, 25 m), die von Schülern Berninis geschaffen wurden und über ihnen Gemälde von Propheten. und darüber Stuckreliefs mit Szenen des Alten und Neuen Testaments nach Entwurf Alessandro Algardis (ca. 1650) und ganz oben Statuen der Propheten (18. Jh.).

Hier stellvertretend für die 12 Apostel Petrus

Der Grundgedanke, der hinter den Apostelstatuen steht ist einleuchtend: Die Kirche Christi ist auf dem Fundament der Apostel und Propheten gegründet. An dieser Stelle habe ich nur ein Bild eines Apostels zu bieten. Wer sich für Daten und Fakten aller zwölf interessiert, kann ja einmal hier nachschauen.

Eines machen wir an jedem Ort wo wir hinkommen:

Wir schauen uns meist einen Friedhof an, denn nichts zeigt so viel über ein Land, eine Stadt, die Geschichte oder einfach über die Menschen, wie die Grabsteine.

Pyramide direkt am Friedhof Cimitero acattolico

Das haben wir natürlich auch in Rom gemacht und wählten dafür den „Cimitero acattolico“ einen Friedhof, wo ausschließlich Nichtkatholiken beerdigt sind. Denn eine Bestattung auf katholischen Friedhöfen war Andersgläubiigen nicht erlaubt. Wenn Sie interessiert sind, dann klicken Sie doch einmal hier.  Ich verspreche, bis auf eine Einleitung zur Erklärung des Friedhofs, werden Sie nur Bilder sehen und die sind wirklich sehr interessant.

Als Abschluss dieser Bildergeschichte über Rom möchten wir hier noch einmal die Links empfehlen, die zu den Unterseiten von Rom führen, wo wir einige Dinge ausgelagert haben, die für sich so umfangreich sind, dass diese bereits sehr lang angelegte Seite absolut gesprengt worden wäre.

Als da sind:

Vatikan, Petersdom, Vatikanische Gärten
Forum Romanum
Kolosseum
Protestantischer Friedhof in Rom ein Geheimtipp
Die zwölf Apostel

und als Abschluss das Symbol des Heiligen Geistes.

Die Taube als Symbol des Heiligen Geistes

Wir alle sind Pilger,
die auf ganz verschiedenen Wegen einem gemeinsamen Treffpunkt zuwandern.
(Antoine de Saint-Exupery)

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